Wincherode ist eine Perle

HNA-Radtour führte in entlegene Winkel der Schwalm

Radfahren ist anscheinend immer noch vor allem Männersache: Bei der gemeinsamen Radtour von ADFC, RV Einigkeit Treysa und der HNA gingen am Donnerstagnachmittag 45 Radler am Haaße-Hügel in Treysa an den Start. Das Bild zeigt deutlich, dass der Frauenanteil gering war. Fotos:  Brandau

Schwalm-Eder. „Hier war ich ja im ganzen Leben noch nicht", entfuhr es Günter Vollmar aus Wichdorf, als er in Wincherode einrollte. Sorgen, dass er für diesen Satz ausgelacht würde, musste sich der Niedensteiner nicht machen: Vollmar war nicht der einzige, der noch nie einen Fuß in den kleinsten Stadtteil von Neukirchen gesetzt hatte.

Das Dorf in der Schwalm war aber nur eine von vielen Perlen auf dem Weg der Radler, die am Donnerstagnachmittag auf dem Haaße-Hügel gestartet waren.

45 Teilnehmer aus dem ganzen Landkreis waren der Einladung von ADFC, RV Einigkeit und HNA gefolgt. Sie gondelten über den Bahnradweg vorbei an Ascherode und Loshausen nach Zella und von dort weiter über Röllshausen nach Wincherode, wo es eine Pause gab. Die meisten Teilnehmer entdeckten auf der Strecke neue Perspektiven. Eine Ausnahme war Helmut Teichert aus Niedervorschütz. Er gehört zu denen, die jeden Stock und jeden Stein im Landkreis kennen: Um die 2500 Kilometer im Jahr fährt der 70-Jährige mit dem Rad, die meisten davon zusammen mit seiner Frau. Teichert also kannte natürlich Wincherode und auch den Bahnradweg.

Der entwickele sich immer mehr zum Magneten für Radtouristen, sagt Reinhold Tripp vom ADFC. Man glaubt es ihm sofort, wenn man den Bahnradweg befährt, der auf einer Länge von 63 Kilometern von Treysa bis nach Bad Hersfeld führt.

Der Weg ist breit, durchgehend asphaltiert und bietet wunderbare Aussichten auf Dorf, Land, Fluss. Vor vor allem auf viel Weite - die Schwalm bietet tatsächlich geradezu entzückende Bilder.

„Hier sieht es ja wirklich ganz anders aus als bei mir zu Hause“, staunte Adolf Fritsch aus Niederellenbach. Er war zusammen mit seinem Freund Werner Gümbel aus Heinebach angereist, der schon mehrfach bei solchen Touren dabei war.

Das galt auch für die Freundinnen Bärbel Franke und Rosi Ickler aus Frielendorf. „Ich radele einfach gerne in solchen Gruppen“, sagte Bärbel Franke: „Man trifft immer nette Leute.“ Genauso war es am Donnerstag. Viele der Radler, die ab Wincherode zwischen einer langen und einer kurzen Rückfahrt wählen konnten, kehrten dann noch im Ziegenhainer Kulturbahnhof ein. Radler sind eben nicht nur sportliche, sondern eben auch sehr gesellige Menschen.

Radtour von ADFC, RV Einigkeit Treysa und HNA durch die Schwalm

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