Im Verein ländliche Gartenkultur:  Bäcker   zeigte Grundschülern in Zennern alle Arbeitsschritte –  Fünf Schulen machten mit

So wird aus dem Korn das leckere Brot

Her mit dem Teig: Die Grundschüler sind startklar und machen sich ans Kneten der Masse. Foto : Büchling

Zennern. Vom Korn zum Brot: Wie man aus den Ähren auf dem Felde die leckere Frühstücksschnitte macht, das lernten Grundschüler beim Verein zur Förderung ländlicher Gartenkultur in Zennern.

Das Angebot ist Teil des Ernährungsführerscheins des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Damit soll Drittklässlern der Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten vermittelt werden. Kinder sollen nach sechs oder sieben Doppelstunden vollwertige Gerichte selbst zubereiten können. Eine Woche lang war im Lehr- und Schaugarten jeden Tag eine dritte Klasse einer anderen Schule zu Gast. Es nahmen die Grundschulen aus Obermöllrich, Felsberg, Neuenbrunslar, Wabern und der Anne-Frank-Schule aus Homberg teil.

Unter Leitung von Bäckermeister Eberhard Nowy und anderen Mitgliedern des Vereins zeigte man den Schülern den Weg vom Korn zum Brot auf. Zuerst wurde Roggen und Weizen gemahlen. Aus dem Mehl wurde dann der Teig erstellt, der intensiv geknetet wurde.

In den Brotlaib arbeiteten die Kinder je nach Geschmack Körner mit ein und legten ihn in eine Backform. Die Bäckerei Viehmeier stellte einen mobilen Backofen zur Verfügung, in dem gebacken wurde. Bis das Brot fertig war, sammelten die Kinder Blumenblüten und Kräuter, die gewaschen und geschnippelt wurden, um daraus einen schmackhaften Kräuterquark als Brotaufstrich herzustellen.

Die Drittklässler hatten alle schon ihren Ernährungsführerschein. Ihnen machte der Tag in Zennern viel Freude. „Backen und Kneten macht Spaß, ich hab auch schon selbständig Nudelsalat und Nudelauflauf gemacht“, sagte der neunjährige Linus Emde. Louisa Trumm (9) weiß, was sie anschließend mit dem Gelernten macht: „Was ich hier lerne, kann ich zu Hause dann allein herstellen.“

Auch die Schüler der Pinguin-Klasse der Reiherwaldschule in Wabern mit Klassenlehrerin Natalie Proksch waren mit großem Eifer bei der Sache. Zur Belohnung durfte jeder Schüler nach Kursschluss sein selbst hergestelltes Brot mit nach Hause nehmen.

Von Peter Büchling

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