Die Wochenmärkte kämpfen um Kunden - Teils durchwachsene Bilanz

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Frisches fürs Wochenende: Annedore Schäfer (Schwalmstadt) griff gestern auf dem Wochenmarkt auf dem Treysaer Marktplatz am Stand von Karlheinz Steinert aus Hess. Lichtenau zu einem Kopfsalat aus der Region.

Schwalm-Eder. Frisches Gemüse, Obst, Eier, Fleisch, Fisch und Käse - die Wochenmärkte im Landkreis haben oft viel zu bieten. Doch während man in Städten wie Fritzlar und Melsungen sehr zufrieden mit den Märkten ist, fällt die Bilanz in Treysa und Neukirchen durchwachsen aus.

Und: In Homberg zeigt sich der Markt umsatzschwach.

„Die Marktbetreiber sind sehr unzufrieden“, sagt Marion Jäckel vom Stadtmarketing. Man sei auf der Suche nach Lösungen, sonst drohe der Markt zu scheitern.

Vor allem müsse das Zusammenspiel zwischen dem Standort, den Geschäften und den Marktbeschickern stimmen, sagt Marko Okrafka, Marktmeister in Melsungen. Dort sei es gelungen, den Wochenmarkt zu beleben. „Es läuft hervorragend.“ Bis zu 26 Stände gibt es. „Eine lebendige Innenstadt und ein fester Anbieterstamm sind nötig.“ Dann werde ein Marktbummel für viele Besucher zu einem schönen Pflichttermin.

Ähnlich sehen das auch Doris Heinmüller, Leiterin des Ordnungsamtes Schwalmstadt und Christine Scholz, Geschäftsführerin des Fritzlarer Stadtmarketings. „Es steht und fällt mit den etablierten Ständen“, so Heinmüller.

„Unser Wochenmarkt ist kein Sorgenkind, er ist ein Traumbaby“, sagt Scholz. Das liege auch daran, dass die Marktbeschicker einen Sprecher hätten und die Abstimmung reibungslos laufe. Wichtig sei auch Gastronomie in Marktnähe. Unerlässlich sei beim Kampf um die Kunden gutes Marketing. „Wir werben verstärkt auf der Homepage der Stadt und in unserer E-Mail-Signatur.“ Außerdem hänge man an Markttagen ein großes Werbebanner auf.

Auch in Neukirchen bringe der mit vier Ständen kleine Markt Leben in die Stadt, sagt Bürgermeister Klemens Olbrich. Darauf hoffe man auch in Homberg, sagt Jäckel. Man überlege, den Markt auf einen anderen Tag zu verlegen und Thementage anzubieten.

Von Maja Yüce 

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