Besonderes Konzert in der Osternacht in Fritzlarer Fraumünsterkirche

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Dicker Wälzer: Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum (rechts) übergibt das Buch von „Kirche klingt“ an Bezirkskantor Reiner Volgmann. Darüber freuen sich (von links) Dekan Prof. Dr. Helmut Umbach, Pfarrer Dr. Ulrich Bock und Künstler Heinrich Richberg.

Fritzlar. Aus dem Dunkel ins Licht: Am kleinen Osterfeuer vor der Fraumünsterkirche in Fritzlar entzündete Bezirkskantor Reiner Volgmann am späten Samstagabend die Osterkerze und trug sie in das Gotteshaus.

Dort warteten bereits die Besucher der liturgischen Osternacht in dem völlig dunklen Kirche. Nach und nach wurde diese zum Leuchten gebracht. Denn die Besucher zündeten ihre Kerzen an der Osterkerze an.

„Feuer entsteht aus kaltem Stein und totem Holz. Sie sind wie tote Körper“, sagte Pfarrer Dr. Ulrich Bock. Doch daraus entwickle sich ein lebendiges Feuer, voller Energie, fügte Bock an und knüpfte damit an die Geschichte von Jesu Christi an. Und so war es eine Feier des Lebens, die da in der kleinen und ältesten Fritzlarer Kirche begangen wurde, denn der Tod sei von Gott besiegt worden.

Doch schon vor der Osternachtsfeier wurde es feierlich in der Kirche: Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum überbrachte ein ebenso schweres, wie großes Buch. Eines mit der Aufschrift „366+1, Kirche klingt 2012“. Darin waren unter anderem Bilder und Notizen von allen Kirchengemeinden, die bislang bei dem musikalischen Staffellauf dabei waren. Darunter auch ein Aquarell der Fraumünsterkirche. Gemalt von Heinrich Richberg. An jedem der 366 Tage des Schaltjahres 2012 gibt es, beginnend im Süden, zum Jahresthema „Reformation und Musik“ eine Reihe von Konzerten, Gottesdiensten und Soireen in offenen Kirchen ganz Deutschlands.

Dass tatsächlich 367 Konzerte erklingen, ist das Geheimnis des Osterfestes: Während an den 366 Tagen des Jahres 366 Konzerte stattfinden werden, erklang in der Osternacht das Konzert „plus 1“, das die Osterbotschaft in die Welt trägt - in der von Kerzen erleuchteten Fraumünsterkirche. Lieder und Gesänge aus Taizé gab es von der Schola der Ev. Kirchengemeinde zu hören. „Die Musik erreicht die Menschen, weil Lieder wie Gefühle sind“, sagte Bock. Unter den Gästen war unter anderem auch der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein. „Es ist bewegend, dass unsere Kirche für dieses Konzert ausgewählt wurde“, freute sich Bock.

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