Zwei Aufzüge: Bahnhof Borken soll barrierefrei werden

Die Stadt Borken macht sich für den barrierefreien Umbau des Bahnhofs stark: Sie schießt 220 000 Euro für den Einbau von zwei Aufzügen zu. Baubeginn soll 2018 sein. Fotos:  Brandau

Borken. Die Stadt Borken wird sich mit 220.000 Euro an dem Umbau des Bahnhofs beteiligen, den die Deutsche Bahn AG 2018 in Angriff nehmen will. Es sollen zwei Aufzüge gebaut werden.

Das beschloss das Parlament in seiner Sitzung am Dienstagabend im Bürgerhaus einstimmig.

Die Stadt Borken will mit dem Zuschuss dafür sorgen, dass im Bahnhof zwei Aufzüge geplant und gebaut werden, die für Barrierfreiheit sorgen. Bis jetzt ist der Weg zu den Bahnsteigen mit vielen Hindernissen, Stufen und Treppen versehen: Die Fahrgäste erreichen die Züge nur über eine hohe steile Fußgängerbrücke. Man sollte also gut zu Fuß sein und am Besten nur leicht bepackt sein, wenn man zum Zug will.

Das will die Stadt nun nicht mehr so hinnehmen: Ihr sei viel daran gelegen, den Bahnhof barrierefrei zu gestalten und damit Senioren, Behinderten, Eltern mit Kinderwagen und Touristen mit Rädern die Reise zu erleichtern, sagte Bauausschussvorsitzender Carsten Schletzke (SPD).

Die Bahn AG hatte den Bahnhof ursprünglich für 2,6 Mio. Euro umbauen wollen. Der Einbau von Aufzügen war in diesen Plänen allerdings nicht vorgesehen. Nun aber hat sich einiges geändert: Mittlerweile soll der Umbau 4,3 Millionen Euro kosten, die Bahnsteige sollen erhöht und verkürzt, die Fußgängerbrücke, die Schilder und die Beleuchtung erneuert und zwei Aufzüge eingebaut werden. Zudem will die Bahn auch die Unterhaltungskosten schultern, die nach dem Bau der Fahrstühle anfallen - die Stadt Borken ist sowohl von den Betriebs- als auch den Instandsetzungskosten befreit. De beiden Fahrstühle sind nicht gerade billig: Die Planung soll 200 000 Euro, der Einbau 400 000 Euro kosten. Barrierefreiheit koste viel Geld, sagte Schletzke, mahnte aber, dass man die Gelegenheiten nutzen müsse, die Umbau und Förderprogramme böten: „Eine solche Chance kriegen wir nicht mehr.“ Das Parlament war einstimmig dafür. Der Zuschuss der Stadt wird auf auf vier Jahre verteilt.

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