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Zwei Jahre Drehscheibe in Homberg: „Kurze Wege zum Einkaufen“

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Von: Lea Beckmann

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Gibt es seit zwei Jahren: das Einkaufszentrum Drehscheibe.
Gibt es seit zwei Jahren: das Einkaufszentrum Drehscheibe. © David Vasicek/pix123.de

Hombergs Bürgermeister Dr. Nico Ritz blickt auf zwei Jahre Drehscheibe. Wir haben mit ihm über die Bedeutung des vor zwei Jahren eröffneten Einkaufszentrums gesprochen.

Homberg – Das Homberger Einkaufszentrum Drehscheibe besteht nun seit zwei Jahren. Die Eröffnung fiel mitten in die Corona-Pandemie. Seit Kurzem sind alle Verkaufsflächen in dem Gebäude belegt. Wir haben mit dem Homberger Bürgermeister Dr. Nico Ritz über das Einkaufszentrum und seine Bedeutung für die Kreisstadt gesprochen.

Herr Dr. Ritz, wie passt die Drehscheibe ins städtische Konzept und wie hat sie sich entwickelt?

Mit der Drehscheibe hat die Innenstadt ihre Versorgungsfunktion zurückgewonnen. Das ist ein entscheidender Punkt für unsere Stadtentwicklung und war das wichtigste Ziel dieses Projekts. Jetzt gilt es, die nächsten notwendigen Schritte, wie die Aufwertung des Stadtparks und den Funktionswandel in der Altstadt, voranzubringen, damit das übergeordnete Ziel einer vitalen Stadtmitte erreicht werden kann.

Welchen Einfluss hat die Drehscheibe auf die Stadt?

Durch die gestärkte Nahversorgung in der Innenstadt ergeben sich vielfältige Verbesserungen. So wird beispielsweise die Wohnfunktion in den umliegenden Quartieren dadurch deutlich aufgewertet. Das gilt insbesondere für die Altstadt und die Freiheit. Viele Besorgungen können von dort aus nun bequem fußläufig erledigt werden, was in Anbetracht der dort vorherrschenden stark verdichteten Siedlungsstruktur ein wesentlicher Vorteil ist.

Bürgermeister blickt auf zwei Jahre Drehscheibe in Homberg

Haben sich die Stimmen der Kritiker, die gegen die Drehscheibe waren, bewahrheitet?

Letztlich war der Bau der Drehscheibe eine sehr breit getragene Entscheidung, die am Ende eines guten und transparenten Prozesses stand. Grundsätzliche Bedenken gegen das Projekt gab es kaum. Die Kritik bezog sich eher auf konkrete Einzelpunkte. Ein wesentlicher Aspekt dabei war und ist die Gestaltung entlang der Kasseler Straße.

Hier wird sich ein abschließendes Bild erst mit dem Abbruch des Spielhallen-Anbaus vor der historischen Villa und nach Umsetzungen der geplanten Maßnahmen der Kreissparkasse zeigen.

Lockt die Drehscheibe mehr Menschen nach Homberg?

Das lässt sich schwer beurteilen. Letztlich kommt es auf das Gesamtpaket an, das Homberg zu bieten hat. Die Drehscheibe trägt aber definitiv dazu bei, dass mehr Menschen den Weg in die Innenstadt wählen, weil sie ihre alltäglichen Bedarfe dort decken können. Das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall.

Ist die Drehscheibe aus Sicht der Stadt ein Erfolg?

Insgesamt ist die Drehscheibe sicher als Erfolg zu bewerten. Wenn man bedenkt, dass es eine sehr komplexe Gesamtentwicklung mit vielfältigen Einflussfaktoren war, ist es gut gelungen. Dennoch gibt es natürlich immer Dinge, die rückblickend hätten noch besser gelöst werden können.

Ich hätte mir beispielsweise eine straßenbegleitende Bebauung entlang der Kasseler Straße gewünscht. Man muss allerdings bedenken, dass am Ende immer auch die Frage nach der Realisierbarkeit steht. Insofern werden zwangsläufig immer wieder Wünsche wirtschaftlichen Zwängen zum Opfer fallen. (Lea Beckmann)

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