Junge Handwerker erhielten ihre Meisterbriefe – Auszeichnung verdienter Mitglieder

Zwei Urkunden für Ludwig

Sie starten mit einem Meisterbrief ins Berufsleben: Die Kreishandwerkerschaft hat am Samstag in Homberg an Absolventen der Prüfungen die Urkunden überreicht. Foto: Zirzow

Homberg. In der voll besetzten Stadthalle erhielten am Samstag 26 junge Handwerker ihre Meisterbriefe. Überreicht wurden aber 27 Urkunden, und das lag daran, dass André Ludwig aus Wabern sowohl im Zimmerer- als auch im Dachdeckerhandwerk seine meisterlichen Kenntnisse bewiesen hatte.

Auch „alte Hasen“ wurden geehrt, denn eine Meisterin und sechzehn Meister wurden für 50-jährige Tätigkeit mit dem Goldenen Meisterbrief ausgezeichnet.

Besonders ausgezeichnet wurde schließlich der seit neun Jahren amtierende und in vielen anderen Ehrenämtern tätige Kreishandwerks- meister Frank Dittmar, dem Landrat Winfried Becker den Ehrenbrief des Landes Hessen überreichte.

Dittmar hatte zuvor in seiner Begrüßungsrede betont, dass der Meistertitel nach wie vor eines der bekanntesten und glaubwürdigsten Gütesiegel sei, und forderte die jungen Meisterinnen und Meister auf, Vertrauen zu schaffen und Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Festredner Rainer von Borstel, der Geschäftsführer des Verbandes baugewerblicher Unternehmen Hessen ist, berichtete von den immer stärker werdenden Vernetzungen innerhalb Europas und zeigte dabei auch die Chancen und Risiken für mittelständische Unternehmen auf.

Er schlug einen Bogen von den Zünften des Mittelalters bis zur Neuzeit mit ihren enorm wichtigen mittelständischen Unternehmen, die sich zum Beispiel in der Kreishandwerkerschaft organisieren. In diesem Zusammenhang erwähnte er eine Aussage von Otto von Bismarck: „Der Handwerkerstand, der den Kern des Mittelstandes bildet, ist für ein Staatsleben notwendig.“ Dem hatte von Borstel nichts mehr hinzu zu fügen.

Heinrich Gringel, er ist Präsident der Handwerkskammer Kassel, ermunterte die neuen Meister, stolz auf sich selbst zu sein und dabei nicht überheblich, sondern mit Selbstbewusstsein aufzutreten.

Landrat Winfried Becker wies darauf hin, dass sich die wirtschaftliche Lage im Schwalm-Eder-Kreis weiter zum Positiven entwickelt habe und dass die Handwerksbetriebe nicht nur die größten Arbeitgeber im Kreis seien, sondern auch noch die meisten Jugendlichen ausbilden. Becker weiter: „Das wirtschaftliche Rückgrat in unserer Region ist und bleibt der Mittelstand.“

Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Jürgen Altenhof, ehrte dann noch drei Kammer- und Landessieger, die am Festakt nicht teilnehmen konnten.

Kammer- und Landessieger wurden Janis Mengel (Steinmetz- und Steinbildhauer) und Philipp von Seeger (Zweiradmechaniker) und Kammer- und 2. Landessiegerin wurde Kristin Lichtblau (Raumausstatterin). Mit flotter Musik sorgte die Kapelle „blech.Quadrat“ für unterhaltsame Zwischenspiele. (zrz)

BERICHT UNTEN

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