Erlös aus Pralinenverkauf geht an Verein für Familien kranker Kinder

2100 Euro für das Elternhaus

Unterstützen das Elternhaus: (von links) Anke Garba und Markus Lambrecht überreichen Dagmar Hildebrandt die Spende von 2100 Euro.
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Unterstützen das Elternhaus: (von links) Anke Garba und Markus Lambrecht überreichen Dagmar Hildebrandt die Spende von 2100 Euro.

Göttingen. Sie habe sofort die Wärme und die Stärke gespürt, sagt Anke Garba. Vor acht Jahren hatte die Frau aus Hedemünden etwas Geld übrig und wollte das spenden - bekommen hat es das Elternhaus für das krebskranke Kind in Göttingen.

Für Garba bis heute die richtige Entscheidung: „Die Dankbarkeit vom Haus ist enorm.“

Deshalb verkauft sie nun jedes Jahr selbstgemachte Pralinen auf dem Weihnachtsmarkt in Hedemünden. Den Erlös spendet sie an das Elternhaus - 2100 Euro sind es in diesem Jahr.

Das Elternhaus in Göttingen ist ein durch überwiegend von Spenden finanzierter Verein, der Eltern und Geschwistern der Kinder ein Dach über dem Kopf gibt, die direkt gegenüber im Universitätsklinikum Göttingen stationär behandelt werden. 17 Zimmer und zwei Wohnungen stehen bereit. Wie lange die genutzt werden, entscheidet die Familie: „Manche bleiben drei Nächte, andere auch mal eineinhalb Jahre“, sagt Dagmar Hildebrandt vom Elternhaus. In solchen Fällen ist das Elternhaus „dann ihr Zuhause“.

Denn neben gemeinsamen Räumlichkeiten wie der Küche und dem Wohnzimmer sowie einer psycho-sozialen Betreuung gibt es auch gemeinsame Ausflüge: „Vor kurzem waren wir im Heidepark“, sagt Hildebrandt. Das muss ebenso bezahlt werden wie ein neuer Sandkasten - „wir sind also auf Spenden angewiesen.“ Nur dadurch können den Familien fernab vom Krankenhaus-Alltag solche Aktionen geboten werden.

Urlaub für Pralinen

Spenden, wie sie Anke Garba übergibt: Jedes Jahr vor dem Weihnachtsmarkt in Hedemünden am ersten Adventswochenende nehmen sie und ihr Lebensgefährte Markus eine Woche Urlaub, um aus ihrer Küche eine Pralinenwerkstatt zu machen. „Das ist zwar anstrengend, macht aber auch Spaß“, erzählt Garba. 120 Kilo Schokolade haben sie im vergangenen Jahr verarbeitet.

Das Elternhaus nimmt jede Familie auf, sofern ein Zimmer frei ist. Sollte das einmal nicht der Fall ist, wird zusammen mit dem Krankenhaus nach Lösungen gesucht. Die Art der Erkrankung bei den Kindern spielt keine Rolle: „Wir haben Eltern hier, deren Kinder herzkrank sind oder Krebs haben“, sagt Hildebrandt. Häufig nutzen auch Eltern von zu früh Geborenen das Haus. (cow)

Tag der offenen Tür

Das Elternhaus, Am Papenberg 9, 37075 Göttingen, feiert in diesem Jahr 25-jähriges Bestehen. Ein Tag der offenen Tür am Sonntag, 16. Juni, bietet Gelegenheit, sich das Haus anzusehen. (cow)

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