2,15 Millionen Euro für Göttinger Serienforschung

Göttingen. Seit drei Jahren erforschen Wissenschaftler der Universität Göttingen in einer interdisziplinären Gruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) „Ästhetik und Praxis populärer Serialität“. Für die zweite Projektphase von Oktober 2013 bis Ende September 2016 hat die DFG jetzt 2,15 Millionen Euro bewilligt.

Die Forschungsgruppe nimmt einen Erzähltypus unter die Lupe, der seit dem 19. Jahrhundert zu einem Kennzeichen moderner Kultur geworden ist: Fortsetzungsgeschichten mit konstanten Figuren, die in kommerziellen Medien für ein Massenpublikum hergestellt werden – so in Fernsehserien, Zeitungsromanen oder Comics.

In dieser zweiten Förderphase wird an sieben neuen Teilprojekten geforscht, drei davon sind an der Universität Göttingen angesiedelt: „Serienschreiben: Zur Arbeitskultur im gegenwärtigen deutschen Unterhaltungsfernsehen“ von Prof. Dr. Regina Bendix, „Serielles Erzählen in populären deutschsprachigen Periodika zwischen 1850 und 1890“ von Prof. Dr. Claudia Stockinger und „Real-Life Storytelling: Die dreifache Formstruktur des Reality-TV als Verfahren kumulativer Serialisierung“ von Dr. Christian Hißnauer.

Ziel der Forschergruppe ist es, die starke Verbreitung und Popularität von Serien seit dem 19. Jahrhundert zu erklären und den Zusammenhang zu seriellem Erzählen zu beleuchten.

Neben der Universität Göttingen sind die Freie Universität Berlin, die Universität Hannover und die Universität Karlsruhe beteiligt. (p)

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.