Fußball-Oberliga

3:4 gegen Tündern: SVG Göttingen hat’s erstmals erwischt

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Kraftvoller Lattenkreuzknaller! Göttingens Lukas Presch (2. von rechts) hat abgezogen, Tünderns Kris Müller, Jannik Hilker und Lukas Kramer (von links) können den Schuss ans eigene Gebälk nicht verhindern. 

Die SVG Göttingen ist in der Fußball-Oberliga Hannover/Braunschweig nicht mehr unbesiegbar. Gegen BW Tündern verlor das Team von Trainer Dennis Erkner mit 3:4 (2:2) und stürzte von Rang eins auf vier ab.

„Vogelwild, pures Chaos“, so charakterisierte Erkner das Spiel seiner Mannschaft. „Chaos, wenn man schon in der ersten Minute 0:1 hinten liegt, pures Chaos, wenn man dann in der Nachspielzeit durch einen Strafstoß auch noch verliert“, begründete der SVG-Coach seine herbe Kritik. Doch das Spiel wurde in der ersten Halbzeit verloren, als die Gastgeber nach dem schnellen Rückstand zwar erst eine halbe Stunde benötigten, um den Ausgleich zu erzielen. Doch was die Schwarz-Weißen an Riesenchancen zuvor und auch nach dem Ausgleich „versiebten“, geht noch nicht einmal auf die berühmte Kuhhaut.

5. Minute:Nico Krenzeks Schuss wird auf der Torlinie abgewehrt.

12. Minute: Lukas Preschs Schuss landet am Lattenkreuz.

14. Minute: Richard Hehns Freistoß aus 25 Metern klatscht an den linken Torpfosten – um nur drei der sicherlich sechs 100-prozentigen Torchancen zu nennen.

Nach dem 2:1 durch Julian Kratzert nach einem Sahnepass von André Weide schien es gegen eine in der ersten Halbzeit völlig harmlose Gästemannschaft nur eine Frage der Höhe des Sieges für die SVG zu gehen. Doch mit der erst zweiten Torchance machten die Gäste kurz vor der Pause das 2:2 durch Tim Schumachers, der sträflich freistand im Göttinger Strafraum.

Nach dem Wechsel setzte Tündern gegen nachlassende und nachlässige Gastgeber Nadelstiche und ging durch Ugur Aydin, dessen Direktannahme im langen SVG-Toreck landete, erneut in Führung. „Wir sind im Kopf nicht da gewesen“, monierte Erk- ner, der zudem wohl zu seiner eigenen Verwunderung feststellen musste: „In sechs Spielen zuvor kassieren wir zwei Gegentreffer, nun gleich vier und können ein Spiel nicht gewinnen, in dem wir selbst drei Tore geschossen haben.“

In der 62. Minute hatte Krenzek den erneuten Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber freistehend an BW-Keeper Lukas Masur. Einen an Justin Taubert verursachten Foulelfmeter in der 85. Minute verwandelte Presch sicher zum 3:3. Da kam noch einmal Hoffnung auf unter den 300 Zuschauern, dass es doch noch ein gutes Ende nehmen könnte. Denkste! In der Nachspielzeit verursachte SVG-Keeper Henze einen Foulelfmeter an Schumachers, den er umriss. Chris Olivier Niebling ließ sich diese Riesenchance auf einen Sieg nicht nehmen und netzte flach unten rechts zum 4:3 ein.

Tünderns Trainer Tim Piontek sprach von einem glücklichen Sieg. Erkner fand alle Mannschaftsteile „schlecht, ich beziehe mich damit auch selbst ein“.  gsd

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