Landgericht Göttingen mildert Strafe

Sexueller Missbrauch: 58-Jähriger erhält zwei Jahre auf Bewährung

Göttingen/Osterode. Wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes hat das Landgericht Göttingen einen 58-jährigen Mann aus dem Landkreis Osterode zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Angeklagte mehrfach die Tochter eines Bekannten missbraucht hat. Laut Anklage hatte er die Taten in den Jahren 2007 und 2009 begangen, als das Mädchen noch keine 14 Jahre alt war. Teilweise hatte der Angeklagte auch Videoaufnahmen angefertigt.

Zum Ende des Prozesses, der insgesamt 19 Verhandlungstage gedauert hatte, war es noch zu einer Verständigung zwischen den Verfahrensbeteiligten gekommen. Nachdem ein Sachverständigengutachten zu dem Ergebnis gekommen war, dass die Angaben des Opfers auf deren tatsächlichen Erlebnissen basierten, hatte der Angeklagte über eine Erklärung seines Verteidigers die Vorwürfe schließlich eingeräumt.

Das Gericht war nach diesem Geständnis auch deshalb bereit, die Strafe zur Bewährung auszusetzen, weil sich das Verfahren stark verzögert hatte. Die Anklage war bereits 2010 erhoben worden, doch erst vier Jahre später hatte das Landgericht den Prozess eröffnet.

Außerdem berücksichtigte das Gericht den angegriffenen Gesundheitszustand des Angeklagten. Hinzu komme, dass die Taten bereits sehr lange zurück lägen und der Angeklagte seitdem nicht wieder strafrechtlich in Erscheinung getreten sei. (pid)

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