Podiumsdiskussion im Felix-Klein-Gymnasium

Weg zum Abitur: Ministerin mauert

Gesprächstunde: Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (links) und die Vorsitzende des Schulelternrates Dr. Ines Kettler. Foto: Rettberg

Göttingen. Die Teilnehmer einer Podiumsdiskussion hatten sich von Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt eine klare Aussage gewünscht, ob das Gymnasium weiterhin in acht (G8) oder neun Jahren (G9) zum Abitur führt. Sie wurden bei einer Diskussionsrunde im Göttinger Felix-Klein-Gymnasium enttäuscht.

Die Ministerin wollte sich nicht in die Karten schauen lassen, ob G9 wieder eingeführt wird oder nicht. „Ich habe natürlich eine persönliche Meinung, aber die sage ich heute nicht“, sagte die aus dem Landkreis Northeim stammende SPD-Politikerin. Stattdessen betonte Heiligenstadt, dass sie eine Entscheidung „von unten“ suche. Es gehe ihr zunächst um einen ergebnisoffenen Prozess, in den sie alle bildungspolitischen Akteure einbeziehen wolle.

Mehr als 100 Eltern und Lehrer besuchten die Veranstaltung, die von der Vorsitzenden des Schulelternrates des Felix-Klein-Gymnasiums, Dr. Ines Kettler, initiiert worden war. Die Podiumsdiskussion brachte verschiedene Perspektiven an einen Tisch. Im Wesentlichen ging es um die Frage, welche Veränderungen auf die Schulen zukommen werden.

Die meisten Eltern beklagten sich über G8, denn die Kinder hätten durch das enorme Lernpensum viel zu wenig Zeit für ihre Hobbys neben der Schule. Für Musikunterricht oder ehrenamtliches Engagement, zum Beispiel in Vereinen oder der Kirche, bliebe wenig Platz. Insgesamt wurde kritisiert, dass es für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder keinen Raum mehr gäbe, wenn es nur noch um Wissensvermittlung ginge. (bf)

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