Knapp 100 Bürger nahmen am Protestzug gegen Rechtsextremismus teil

Bunte Schirme für Vielfalt in Adelebsen

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Demonstrationszug durch den Ort: Rund 100 Menschen beteiligten sich am Protestzug gegen Rechtsextremismus in Adelebsen. Er führte von der Kirche zum Adelebser Rathaus. Die bunten Schirme stehen für Vielfalt.

Adelebsen. Knapp 100 Bürger haben mit einer Friedensandacht in der St. Martini Kirche in Adelebsen und einem anschließenden Protestzug zum Rathaus ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und für „Vielfalt statt Einfalt“ in Adelebsen gesetzt.

Die Andacht wurde von Pastorin Julia Frydetzki, ihrem Kollegen Wolfgang Loos und Diakon Wolfgang Bendig gestaltet. Bendig wies unter anderem darauf hin, dass die Zahl der rechtsextremen Straftaten in Niedersachsen gestiegen sei. Die Landkreise Göttingen und Northeim lägen von der Häufigkeit her auf den Plätzen fünf und sechs nach der Statistik des Innenministeriums, sagte Bendig weiter.

Bürgerfest: An Info-Ständen hinter dem Rathaus gab es viel Gespräche rund ums Thema Vielfalt.

Mit dem anschließenden Protestzug machten die Teilnehmer ihren Anspruch deutlich auf Menschlichkeit, Vielfalt, Zivilcourage und Solidarität und gegen alte und neue Nazis, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Nationalismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit.

Sinnbild dafür waren zahlreiche Regenschirme in den Farben des Regenbogens.

Einen der Schirme trug Bürgermeister Holger Frase an der Spitze des Umzugs. Er gehörte zu den Initiatoren des Aktionstages, um aktiv ein Zeichen gegen die Mahnwachen des rechtsextremen Freundeskreises Niedersachsen/Thüringen in dem Flecken zu setzen.

Vor dem Rathaus feierten die Teilnehmer abschließend ein Bürgerfest mit Kaffee, Bratwurst und vielen Gesprächen.

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