Kurzfristige Aktion

160 demonstrierten in Adelebsen friedlich gegen Freundeskreis

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Friedlicher Protest in Adelebsen gegen den Freundeskreis: Bürgermeister Holger Frase (mit Megaphon) hatte zu der Aktion gegen die als rechtsextrem eingestufte Gruppierung aufgerufen.

Adelebsen. Etwa 160 Bürger aus Adelebsen und der Umgebung haben am Dienstag friedlich vor dem Rathaus gegen den als rechtsextrem eingestuften Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen demonstriert.

Der hielt nur knapp 100 Meter entfernt mit rund 40 Sympathisanten eine Kundgebung ab. Dazwischen sorgten mehrere Dutzend Polizeibeamte dafür, dass es zu keinem direkten Aufeinandertreffen beider Gruppen kam.

Adelebsens Bürgermeister Holger Frase hatte kurzfristig, nachdem er von dem Aufmarsch des Freundeskreises erfahren hatte, zur Demonstration aufgerufen. „Wir stehen für Vielfalt statt Einfalt“, rief er den Teilnehmern der Aktion durchs Megaphon zu. Erfreut zeigte er sich, genauso wie Ortsbürgermeister Kurt Prutschke, über die hohe Zahl der Demonstranten – trotz des gleichzeitig laufenden EM-Fußballspiels zwischen Deutschland und Nordirland. Viele der Demonstranten trugen bei der Aktion Anstecker mit der Aufschrift: „Für Toleranz und Miteinander – Gegen Rechts – Vielfalt statt Einfalt Adelebsen“. Darunter auch Ortsbürgermeister Prutschke: „Wir wollen Flagge zeigen. Wir sind das Volk und nicht die.“

Der Hauptredner des Freundeskreises, Jens Wilke (Friedland), bezeichnete unter anderem die Europäische Union als „Krankheit, die die Völker bis zum Letzten ausbluten lasse“. Er forderte, Deutschland müsse an erster Stelle stehen. (zhp)

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