Adelebsen

Eigene Mensa für die Grundschule: Gemeinde Adelebsen investierte mehr als eine Million Euro

Schulleiterin Margrit Wolter steht zusammen mit Kreisrat Marcel Riethig, Gemeindebürgermeister Holger Frase sowie Mitgliedern des Adelebser Gemeinderates vor der neuen Mensa.
+
Wichtige Investition: Schulleiterin Margrit Wolter (Zweite von rechts) zusammen mit Kreisrat Marcel Riethig (links), Gemeindebürgermeister Holger Frase (rechts daneben) sowie Mitgliedern des Adelebser Gemeinderates vor der neuen Mensa.

Die Schüler der Heinrich-Christian-Burckhardt-Grundschule im Flecken Adelebsen können sich über eine eigene Mensa freuen. Der Neubau hat mehr als eine Million Euro gekostet.

Adelebsen – Der Flecken Adelebsen hat 1,05 Millionen Euro in den Neubau einer Mensa für die Heinrich-Christian-Burckhardt-Grundschule sowie die Umgestaltung des Musikraums zum Mehrgenerationenzentrum (MGZ) investiert. Der Landkreis Göttingen beteiligte sich mit rund 180 000 Euro an den Kosten.

„Der Bau einer Mensa mit einer Küche zum Zubereiten frischer Gerichte war Grundvoraussetzung für uns, um die Ganztagsschule realisieren zu können“, betonte Schulleiterin Margrit Wolter am Montag, 5. Juli, bei einer Besichtigung, an der neben Kreisrat Marcel Riethig (gleichzeitig zuständiger Kreisdezernent) auch mehrere Mitglieder des Adelebser Gemeinderates teilnahmen.

Dass diese Veranstaltung erst jetzt stattfinden konnte, obwohl die neue Mensa bereits seit Beginn des Schuljahres im August 2020 in Betrieb ist, lag an der Corona-Pandemie.

Mensa an Grundschule in Adelebsen: Mehr als 50 Prozent der Schüler nutzen das Angebot

Baustart für die rund 180 Quadratmeter große Mensa, die dank integrierter Bühne als Multifunktionsraum genutzt werden kann, war im April 2019. Ursprünglich sollte der Neubau bereits im Dezember 2019 fertig sein, „doch das hat sich wegen der Pandemie stark verzögert“, berichtete Adelebsens Gemeindebürgermeister Holger Frase.

Weil die Grundschule bereits zum Schuljahr 2018/19 auf Ganztagsschule umgestellt hatte, hatten die Schüler zwei Jahre im Lehrerzimmer der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule ihr Mittagessen einnehmen müssen. „Wie sehr Adelebsen ein Ganztagsangebot für Grundschüler brauchte, zeigt die Zahl der Kinder, die es jetzt wahrnehmen“, sagte Margrit Wolter.

Von den aktuell rund 200 Schülern der Heinrich-Christian-Burckhardt-Schule nutzen im Schnitt zwischen 100 und 110 und damit mehr als 50 Prozent das Angebot. „Aus diesem Grund sind wir der Gemeinde und dem Landkreis auch sehr dankbar für diesen Neubau“, so die Schulleiterin.

Mensa an Grundschule in Adelebsen: Landkreis förderte den Mensabau

Professionelle Ausstattung: Schulleiterin Margrit Wolter zusammen mit Kreisrat Marcel Riethig (rechts) und Bürgermeister Holger Frase in der Mensaküche.

Der Landkreis Göttingen unterstützte das Vorhaben durch sein Investitionsförderprogramm für kreisangehörige Gemeinde („Landkreis unterstützt Investitionen in Bildung und Familien/LunIBiF“) mit 179 200 Euro. „Wir haben als Landkreis den Auftrag, dafür zu sorgen, dass Schüler im ländlichen Raum die gleichen Bedingungen vorfinden wie Schüler in Göttingen“, begründete Riethig die Förderung.

Den „rundum gelungenen“ Neubau bezeichnete er als „Kraftakt für die Gemeinde“, gleichzeitig aber auch als „gute und sinnvolle Investition in die Zukunft“.

„Ohne die finanzielle Unterstützung durch den Landkreis wäre es für uns viel schwieriger geworden, das Bauvorhaben umzusetzen“, sagt Bürgermeister Holger Frase. Sein Dank ging aber auch an den Bund, der die Umgestaltung des Musikraums zum Mehrgenerationenzentrum im Rahmen des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes mit rund 91 000 Euro förderte.

Mensa an Grundschule in Adelebsen: Zweiter Bauabschnitt soll im kommenden Jahr folgen

Möglichst schon im kommenden Jahr soll an der Heinrich-Christian-Burckhardt-Grundschule in einem zweiten Bauabschnitt mit einem inklusionsgerechten Umbau begonnen werden, durch den alle Klassenräume barrierefrei erreichbar werden. „Dieser Umbau wir noch einmal rund 1,1 Millionen Euro kosten“, berichtete Holger Frase.

Während der sechsmonatigen Bauzeit werde die neue Mensa in Betrieb bleiben können, der Unterricht aber an die ehemalige Albert-Schweitzer-Schule ausgelagert werden müssen. „Wir hoffen, dass der zweite Bauabschnitt 2023 fertiggestellt wird“, so Frase. (Per Schröter)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.