Adelebsen: Handys abgeben – Insekten schützen

Sammelaktion in Adelebsen kommt dem Nabu zugute

In Adelebsen können Besitzer alter Handys ihre Geräte abgeben und damit Insekten schützen.
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In Adelebsen können Besitzer alter Handys ihre Geräte abgeben und damit Insekten schützen.

Besitzer alter Handys können ab sofort in Adelebsen ihre Geräte für die Sammelaktion des Nabu im Rathaus und in der Bücherei abgegeben.

Adelebsen – Nach Angaben der Energieagentur Region Göttingen gibt es in den Sammelstellen zudem Informationen zum Handy-Recycling und Insekten schützen.

Die Herstellung eines Handys belastet die Umwelt durch hohe Mengen CO2-Emissionen bei der Produktion. Bei der Gewinnung von benötigten Edelmetallen wie Gold, Silber und Kupfer, würden giftige Chemikalien in die Umwelt abgegeben und für deren Abbau oft große Flächen Regenwald abgeholzt.

Daher sollte die Nutzungsdauer eines Handys ausgedehnt werden. Zurzeit betrage sie durchschnittlich 18 Monate. Außerdem lagerten in deutschen Schubläden etwa 105 Millionen Geräte, die wieder aufbereitet oder recycelt werden könnten.

Von der Telefonica erhält der Nabu einen jährlichen Zuschuss. Diese verkaufe die aufbereiteten Handys über die „Arbeit für Menschen mit Behinderung“ (AfB) gemeinnützige GmbH. Nicht mehr funktionsfähige Geräte werden über das Unternehmen Umicore recycelt. Der Erlös kommt dem Nabu-Insektenschutzfonds zugute. Im Jahr 2019 wurden 84 308 Altgeräte gesammelt, was zu einem Erlös von 50 000 Euro führte.

Um die persönlichen Daten vor Abgabe des Handys sicher zu löschen, sollten diese physikalisch gelöscht werden. Beim vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfohlenen Vorgang werden die Daten mehrmals überschrieben. Entsprechende Software wird im Internet teilweise kostenfrei zum Herunterladen angeboten und ist auch als App für Smartphones verfügbar.

Eine Auswahl an Lösch-Programmen sei mit den Worten „physikalisch löschen Programm“ im Internet auffindbar. Auch bei defekten Handys gebe es noch Möglichkeiten die Daten zu löschen. Je nach Betriebssystem gebe es verschiedene Vorgehensweisen. (Fabian Becker)

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