Veranstalter zog Anmeldung zurück

Kein Aufmarsch von Neonazis in Güntersen

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„Bunte statt braun“ heißt es auch in Güntersen im Februar.

Landkreis Göttingen. Die angekündigte Demonstration zum „Gedenken an Horst Wessel" in Güntersen findet nicht statt, teilt der Landkreis Göttingen mit.

Für den 28. Februar war dort und alternativ in Adelebsen eine Versammlung beabsichtigt.

Der Landkreis Göttingen hatte dem Anmelder der Versammlung dazu eine Verbotsverfügung angekündigt. Dieser habe daraufhin die Anmeldung zurückgezogen, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Der Landkreis hatte gegenüber dem Anmelder erklärt, er beabsichtige, die Versammlung einschließlich aller möglicher Marschrouten sowie sonstiger Ersatzveranstaltungen zu verbieten. Die Kreisverwaltung räumte ihm Gelegenheit zur Stellungnahme ein. Noch vor Ablauf der Anhörungsfrist am 28. Januar ging beim Landkreis die Mail mit der Absage des Anmelders ein.

Landrat Bernhard Reuter begrüßt in einer ersten Stellungnahme die Absage der Demonstration. Den Bürgerinnen und Bürgern von Güntersen bleibe ein ungewolltes Schauspiel erspart. „Die Menschen in Güntersen und dem Flecken Adelebsen haben durch ihre geschlossene Haltung klar gemacht, dass sie keinen rechten Aufmarsch wollen. Das zeigt Wirkung“, so Reuter.

Die Kreisverwaltung habe mit klarem und unmissverständlichem Handeln die Günterser im Ringen um den Zusammenhalt und die Sicherheit im Dorf unterstützt. „Ich bin erleichtert, dass wir am 28. Februar nun völlig unbelastet ein buntes Frühlingsfest in Güntersen feiern können“, sagt der Landrat.

In Güntersen hatten Einwohner bereits ein Anti-Neonazi-Fest geplant. Die Nachbargemeinden wie Niemetal und die Samtgemeinde Dransfeld hatten ihre Unterstützung signalisiert. (red/tns)

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