Drei Personen verletzt

Laute Gebetsmusik: Schlägerei in Adelebser Flüchtlingsunterkunft

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Die ehemalige Schule in Adelebsen ist seit August vergangenen Jahres Flüchtingsunterkunft: Dort kam es am Mittwoch in den Abendstunden zu einer handfesten Auseinandersetzung.

Adelebsen. Laute Gebetsmusik war vermutlich der Auslöser für einen Polizeieinsatz am Mittwoch in den späten Abendstunden in einem Flüchtlingswohnheim an der Burgstraße in Adelebsen. Dabei wurden drei Personen leicht verletzt.

Laut Polizei waren gegen 22.45 Uhr sechs Streifenwagenbesatzungen vor Ort. Zunächst gab es einen verbalen Streit zwischen mehreren Asylbewerbern aus Pakistan und dem Irak. Der Streit eskalierte schließlich: Bei der anschließenden Schlägerei sollen nach ersten Informationen bis zu 20 Personen beider Nationalitäten beteiligt gewesen sein.

Drei 20, 22 und 35 Jahre alte Flüchtlinge erlitten leichte Verletzungen. Die Göttinger Polizei war mit vier Streifenwagenbesatzungen vor Ort. Zwei weitere Funkstreifen rückten zur Unterstützung aus Northeim und Uslar an.

Als die ersten Beamten in der Burgstraße eintrafen, hatte sich die Lage bereits wieder weitgehend beruhigt. Die beiden streitenden Parteien waren in unterschiedliche Räume gegangen. Erste Ermittlungen zum Geschehen gestalteten sich aber aufgrund der Vielzahl der anwesenden Personen und schlechten Verständigungsmöglichkeiten kompliziert.

Über Sprachmittler, Übersetzer und weitere Zeugen brachten die Beamten schließlich in Erfahrung, dass Auslöser der gewalttätigen Auseinandersetzung „offenbar Differenzen religiösen Inhalts“ waren. So soll es um das laute Abspielen von Gebetsmusik durch einen der Asylbewerber aus Pakistan gegangen sein.

Um die Situation langfristig zu entspannen, wurden drei Männer aus Pakistan, bei denen es sich nach derzeitigen Ermittlungen mutmaßlich um die Hauptaggressoren handelte, noch in der Nacht in einer anderen Unterkunft untergebracht. Die Polizei leitete mehrere Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung ein.

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