Initiative des Erzeugerverbandes Südniedersachsen

Lebensmittel aus der Region: Erstes Regal im ländlichen Raum steht in Adelebsen

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Regal-Einweihung: Mit dabei waren Jan Kaiser (Dritter von links), Siegfried Kappey (Mitte) und Adelebsens Bürgermeister Holger Frase (Fünfter von Rechts). 

Produkte aus Südniedersachsen gebündelt in einem Regal gibt es künftig auch im ländlichen Raum: Nach zwei Lebensmittelmärkten in Göttingen zieht nun ein Markt in Adelebsen nach. 

Künftig wird es im Rewe-Markt von Jan Kaiser in Adelebsen ein Regal voller Produkte der Marke "Kostbares Südniedersachsen" vom Erzeugerverband Südniedersachsen geben. 

Dort finden Kunden künftig neben Honig über den Apfelsaft bis hin zu Wurstwaren viele weitere in Südniedersachsen erzeugte Produkte.

„In unserem Verband sind mittlerweile 80 regionale Erzeugerbetriebe vertreten“, sagt Siegfried Kappey, Vorsitzender des Erzeugerverbandes Südniedersachsen. Auszeichnen würde die Produzenten eine unabhängige Qualitätsprüfung. Die beinhalte zum Beispiel die Vorgabe, soweit möglich nur Rohstoffe aus der Region zu verwenden. 

Weitere Regale in Göttingen und dem Landkreis Northeim

„Teilnehmen kann jeder, der mit Herz und Hand in der Region Lebensmittel erzeugt und verarbeit“, sagt Kappey. Gleichzeitig könne jeder, der die regionale Idee lebe, ein Regal in seinem Lebensmittelmarkt aufstellen – egal ob großer oder kleiner Händler.

Nach den Märkten in Adelebsen und den Göttinger Stadtteilen Geismar und Grone sollen bereits Ende Mai/Anfang Juni weitere Regale in Dassel, Markoldendorf, Echte und Göttingen folgen. 

Die gelben Aufsteller können in ihrer Größe je nach Produktanzahl verändert werden. Einige der regionalen Erzeuger informieren an den Regalen über ihre Unternehmen und die Produkte, die sie herstellen.

Erfreut darüber, dass das erste Regal im ländlichen Raum ausgerechnet in Adelebsen entsteht, ist Bürgermeister Holger Frase: „Mich freut vor allem die regionale Wertschöpfung.“ Positiv sei, dass durch die Regale die Betriebe Südniedersachsens sichtbar gemacht würden und es wegen des Wegfalls weiter Transportwege erhebliche CO2-Einsparungen gebe.

Mit bei der Eröffnung dabei waren auch Vertreter der Sparkasse. „Wir fördern dieses Projekt gerne und identifizieren uns mit der Regionalität“, sagt Daniel Ernst. „Denn wir sind ebenfalls nah an den Kunden dran.“

Erzeugerverband geht in die Selbstständigkeit über

Der vor drei Jahren gegründete Regionale Erzeugerverband Südniedersachsen steht vor Veränderungen, denn Ende September läuft die Landesförderung in Höhe von 150 000 Euro aus. „Wir haben unser Projektziel erreicht“, sagt Siegfried Kappey. Die Gemeinkosten müssten deswegen künftig selbst erwirtschaftet werden.

Auf der Mitgliederversammlung wurde jüngst beschlossen, die Gründung einer Gesellschaft mit den Schwerpunkten Dienstleistung und Logistik vorzubereiten, um die Arbeit des Verbandes vom Marketing und Vertrieb zu trennen. 

„Wir machen nun den Übergang in die Selbstständigkeit und nehmen das Heft des Handelns selbst in die Hand“, sagt Kappey. Unterstützung bei der Wandlung gibt es von der Sparkasse und regionalen Energieversorgern.

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