Kaum Veränderungen im Monatsvergleich

Agentur: Winterruhe auf dem Arbeitsmarkt in Südniedersachsen

Agentur für Arbeit
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Agentur für Arbeit: Im Dezember gab es im Vergleich zum Vormonat keine Veränderung bei der Arbeitslosenquote in Südniedersachsen. (Symbolbild)

Zum Jahresende ist es ruhig auf dem Arbeitsmarkt in Südniedersachsen. Die Arbeitslosenquote liegt laut Agentur für Arbeit Göttingen im Vergleich zum November unverändert bei 5,8 Prozent – ein Jahr zuvor wurde noch eine Quote von 5,0 Prozent gemeldet.

Göttingen – Ende Dezember waren 14 110 Menschen im Agenturbezirk Göttingen arbeitslos gemeldet. Damit sind 1908 (plus 15,6 Prozent) mehr Menschen arbeitslos als vor einem Jahr. Das zeigt die Auswirkunen der Corona-Krise. Die aktuelle Statistik bildet allerdings noch nicht die Auswirkungen des aktuellen Lockdowns ab.

Während der Zahl der Arbeitslosen im Jahresvergleich deutlich zugenommen hat, bleibt die Nachfrageseite weiterhin stabil. Wirtschaft und Verwaltung meldeten im Dezember 1067 neue Stellen – nur 14 weniger als im Dezember 2019. Insgesamt gab es für Jobsuchende zum Jahreswechsel 4177 offene Stellen (3,1 Prozent weniger als vor Jahresfrist) in der Region.

Obwohl deutlich mehr Menschen als vor der Corona-Pandemie auf Jobsuche sind, ist die Besetzung offener Stellen weiterhin schwierig. Das zeigt ein Blick auf die sogenannte Vakanzzeit. Dieser Wert gibt an, wie viele Tage von der Anzeige eines Stellenangebots bis zur Abmeldung bei der Agentur vergeht. Lag dieser Wert Ende 2019 noch bei 103 Tage, so stieg er im Jahresvergleich auf 114 Tage.

Klaus-Dieter Gläser, Chef der Agentur für Arbeit, erklärt das Phänomen: „Nach wie vor werden insbesondere gut qualifizierte Kräfte gesucht. Aber auch von Ungelernten werden vielfach spezielle Kenntnisse erwartet.“ Die Pandemie hat Sicht von Gläser letztlich nichts daran geändert, dass in vielen Branchen und Berufen ein Fachkräftemangel herrscht – insbesondere natürlich im Pflege- und Gesundheitsbereich.

Klaus-Dieter Gläser, Chef der Agentur für Arbeit Göttingen

„Vor diesem Hintergrund können wir diejenigen, die auf der Suche nach einer neuen Beschäftigungsperspektive sind, nur ermutigen, sich mit dem Thema Weiterbildung auseinanderzusetzen“, sagt Gläser. 2020 förderte die Agentur für Arbeit Göttingen die berufliche Weiterbildung von Arbeitslosen und Beschäftigten mit insgesamt 8,2 Millionen Euro. Für das laufende sind dafür 9,3 Millionen Euro eingeplant.

Eine wichtige Stütze für die Unternehmen ist weiterhin die Kurzarbeit. 2217 Betriebe im Agenturbezirk haben diese Möglichkeit genutzt. Davon profitierten 22 181 Beschäftigte. Die Agentur geht davon aus, dass im aktuellen Lockdown wieder mehr Unternehmen von der Kurzarbeit Gebrauch machen werden.

Im Agenturbezirk Göttingen sank die Arbeitslosenquote im Monatsvergleich um 0,1 auf 6,3 Prozent. Aus dem Bereich Göttingen wurden 1664 offene Stellen gemeldet. Im Untereichsfeld lag die Arbeitslosenquote unverändert bei 4,0 Prozent. Im Bereich Duderstadt gibt es 344 offene Stellen. (Bernd Schlegel)

Offene Stellen im Landkreis Göttingen

Beruf/TätigkeitAnzahlArbeitszeitArbeitsort
Kraftfahrer5VollzeitDransfeld/Hann. Münden
Fachkraft Lagerlogistik5VollzeitHann. Münden/Staufenberg
Koch/Küchenmeister2VollzeitHann. Münden
Tischler1VollzeitHann. Münden
Bautischler1VollzeitStaufenberg
Glasreiniger3Vollzeit/TeilzeitHann. Münden
Maschinen- und Anlagenführer2VollzeitHann. Münden
Verkäufer2VollzeitHann. Münden
Hotelfachmann2VollzeitHann. Münden
Garten- und Landschaftsgärtner1VollzeitHann. Münden
Dachdecker2VollzeitHann. Münden/Dransfeld
Bürokaufmann2VollzeitRaum Hann. Münden/Dransfeld
Fliesenleger3VollzeitRaum Hann. Münden/Dransfeld
Maler2VollzeitRaum Hann. Münden/Dransfeld

Ansprechpartner für Interessierte ist Eckhard Faust, Vermittler im Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Göttingen, Tel. 05541/9809-22.

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