Unterschriften gehen an den Kreistag

Aktionstag in Göttingen erinnert an Tschernobyl-Katastrophe

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Hier gab es vor 31 Jahren eine Kastastrophe: der Reaktorblock vier in Tschernobyl.

Göttingen. Mit Aktionen wollen Umweltschützer am Mittwoch, 26. April, in Göttingen an die Atomkatastrophe in Tschernobyl vor 31 Jahren erinnern.

Aktionen gibt es unter anderem auch in Nienburg, Hermannsburg, Oyten und Hann. Münden, wie die Anti-Atom-Organisation „Ausgestrahlt“ mitteilte.

In Göttingen wollen sich Aktivisten zunächst um 14 Uhr auf dem Hiroshimaplatz vor dem Neuen Rathaus versammeln. Anschließend sollen Unterschriften an den Kreistag überreicht werden. Darin wird der sofortige Entzug der Betriebserlaubnis für das Kernkraftwerk Grohnde im Kreis Hameln-Pyrmont gefordert. Gegen 16.45 Uhr ist ein Marsch zum Cheltenhampark geplant, wo unmittelbar nach dem Unfall ein Ginkgo-Baum gepflanzt worden war. Bei der Kundgebung dort würden auch die jüngsten Störfälle im Kernkraftwerk Grohnde zum Thema gemacht, erklärte die Göttinger Anti-Atom-Initiative.

Am 27. April wird im ehemaligen Göttinger Gewerkschaftshaus eine Grohnde-Ausstellung eröffnet. Die Schau informiert auf rund 40 Tafeln über die Geschichte des Protestes gegen das Kraftwerk. Am 19. März 1977 hatten sich Tausende Atomkraftgegner und Polizisten am Bauplatz in Grohnde blutige Auseinandersetzungen geliefert, zahlreiche Menschen wurden damals teils schwer verletzt und festgenommen.

Eine Explosion im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl hatte am 26. April 1986 die bis dahin größte Katastrophe in der Geschichte der Kernkraftnutzung ausgelöst. Gewaltige Mengen Radioaktivität wurden freigesetzt und verteilten sich über Europa. Tausende Menschen starben, die langfristigen Folgen des Unglücks sind noch nicht abzusehen.

Auch in Teilen Deutschlands sind Pilze und Wild immer noch mit radioaktiven Stoffen belastet, die aus der Tschernobyl-Wolke stammen. (mel)

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