Aktionstag in Weende: Fahrradhelm ist Lebensretter

Fahrradtag als gute Prävention: Auf dem Fahrradparcours konnten die teilnehmenden Mädchen und Jungen ihr Geschick beweisen. Foto: Schröter

Göttingen. Rund ums Rad: So lautete das Motto einer Präventionsveranstaltung, mit der sich die Göttinger Polizei und mehrere Netzwerkpartner an Schüler des Stadtteils Weende richteten.

„Ich bin schon einmal mit dem Fahrrad gestürzt und auf den Kopf gefallen“, erzählte ein kleines Mädchen, als sie an der Station „ich trag Helm“ über einem kleinen Vortrag von Verkehrssicherheitsberater Jörg Arnecke lauschte. „Dabei habe ich selbst nichts abbekommen, nur mein Helm hatte einen kleinen Riss“, sagte das Mädchen.

„Hätte ich den Helm nicht aufgehabt, dann hätte ich diesen Riss bestimmt im Kopf gehabt - oder noch Schlimmeres“, ergänzte sie. Seht Ihr“, meinte Arnecke an die anderen jungen Zuhörer gerichtet, „das ist ein tolles Beispiel dafür, warum es so wichtig ist, beim Fahrradfahren einen Helm zu tragen“.

Szenen wie diese gab es viele bei der Präventionsaktion im Weender Arbecksweg, die sich hauptsächlich an Schüler der dort ansässigen Freien Waldorfschule, der Hainbundschule, der Schule am Tannenberg und der Wilhelm-Henneberg-Schule richtete. „Bei der Erstauflage des Weender Fahrrad-Sicherheitstages vor zwei Jahren hatten wir etwa 450 Teilnehmer und diesmal dürften es erneut annähernd so viele werden“, sagte der zuständige Kontaktbereichsbeamte Marko Otte, der die Aktion wie auch damals schon organisiert hatte.

Mit im Boot bei der Aktion hatte er diesmal seine Kollegen von der Wache in der Otto-Hahn-Straße, die Verkehrswacht Göttingen, das Deutsche Rote Kreuz, einen Göttinger Fahrradhändler sowie die Witzenhäuser „Brothers on Bikes“ mit ihrer Trial-Show.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, den Teilnehmern einerseits zu zeigen, dass Fahrradfahren toll ist, die Gesundheit fördert und Spaß macht, andererseits aber natürlich auch aufzuklären, um die Zahl der Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung zu verringern und das richtige verkehrssichere Verhalten bereits im Kindesalter zu fördern“, sagte Otte.

Acht Stationen

Dazu gab es acht verschiedene Stationen rund ums Radfahren, die Verkehrssicherheit und die Unfallverhütung - vom Fahrradparcours über Helmberatung, einen Fahrrad-Sicherheitscheck, „Erste Hilfe kindgerecht“ und Diebstahlsicherung bis zum Infostand mit Wissenswertem rund um das Radfahren. „Parallel dazu hoffen wir aber auch auf einen regen Gedankenaustausch mit Eltern, Kindern und Lehrern der teilnehmenden Schulen“, sagte Marko Otte. (per)

Hintergrund: Tipps zum Thema Fahrradhelm

Ein guter Fahrradhelm für Kinder und Jugendliche sollte laut Jörg Arnecke, dem Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Göttingen, folgende Eigenschaften erfüllen:

• Er sollte stufenlos in der Größe verstellbar sein

• Er sollte die Prüfziffer DIN 1078 tragen

• Er sollte über ein innenliegendes Insektennetz verfügen.

• Er sollte dem Kind gefallen, weil er sonst ohnehin nicht getragen wird.

Außerdem sollte der Helm unbedingt gegen einen neuen ausgetauscht werden, wenn er einmal beschädigt ist. (per)

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