100 Jahre internationale Händel-Festspiele

Zum Jubiläum alle 42 Händel-Opern im ganzen Land

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Zum Jubiläum 2020 Aufführungen in ganz Deutschland: Opern von Georg Friedrich Händel. Im Bild eine Szene aus der Oper Agrippina bei den Händel-Festspielen 2015.

Göttingen. Für das 100-jährige Jubiläum der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen im Jahr 2020 strebt Intendant Tobias Wolf die Aufführung aller 42 Händel-Opern an.

Das Besondere: Sie sollen sowohl in Göttingen, als auch an renommierten Bühnen oder Veranstaltungsorten in ganz Deutschland aufgeführt werden.

Diesen „sportlichen“ Ausblick gab der Intendant in der jüngsten Sitzung des städtischen Ratsausschusses für Kultur- und Wissenschaft. Er konnte allerdings noch nicht die Zustimmung des Ausschusses für die Erhöhung des städtischen Zuschusses für die Festspiele von 138.800 Euro auf 150.000 Euro mitnehmen. Auf Antrag von Frank-Peter Arndt (SPD) wollen sich die Fraktionen zunächst noch einmal mit dem Thema beschäftigen. Arndt sagte vorsorglich: „Wir sind nicht dagegen.“

Höhere Zuschüsse

Bekannt ist bereits, dass das Land Niedersachsen seinen Zuschuss bisher 150.000 Euro auf 160.000 Euro erhöhen wird, der Landkreis Göttingen von bisher 50.000 Euro auf 60.000 Euro und die Händel-Gesellschaft von bisher 35.000 Euro auf 40.000 Euro.

Die Händel-Festspiele sind ein Aushängeschild Göttingens und der Region. Bei rund 100 Veranstaltungen wurden in diesem Jahr rund 19.500 Besucher gezählt. Die Festspiele 2016 finden vom 5. bis 16. Mai statt.

Wolf kündigte an, dass die Händel-Festspiele nach der Fusion der Landkreises Göttingen und Osterode auch in das Osteroder Gebiet gehen werden. So würden sie nächstes Jahr erstmals in Bad Lauterberg gastieren. Im gesamten Landkreis seien bis zu 30 Aufführungen in der Diskussion. Die Göttinger Aufführungen würden jedoch nicht reduziert. Eventuell würden die Festspiele in Zukunft auch verlängert, weil am Wochenende mehr Zuschauer kämen. Fester Bestandteil würde das public viewing in der Lokhalle, das in diesem Jahr über 1000 Zuschauer angezogen habe.

Darüber hinaus streben die Veranstalter an, neue Zielgruppen anzusprechen. So sei für 2017 eine Kooperation mit dem freien Theater „boat people“ geplant, das sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Flucht und Migration beschäftigt. (zhp)

www.haendel-festspiele.de

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