Alte Orgel: St. Jacobi stellt Instrument von 1844 vor

Warmer, schwebender Klang: Die italienische Orgel in St. Jacobi erklingt erstmals beim Freitagskonzert am 18. Dezember. Foto: nh

Göttingen. Seit einigen Wochen steht in der Göttinger St. Jacobi-Kirche eine italienische Orgel aus dem Jahr 1844.

In Zukunft wird sie abwechselnd mit der großen Orgel in Konzerten und Gottesdiensten zu hören sein. Die italienische Orgel wird am Freitag, 19. Dezember, um 18 Uhr mit einem Konzert eingeweiht.

Kantor Stefan Kordes spielt italienische Orgelmusik unter anderem von Frescobaldi und Rossi und führt in die Besonderheiten des Instruments ein. Superintendent Friedrich Selter und Pastor Harald Storz werden Grußworte sprechen.

Der Eintritt zum Konzert, das etwa eine knappe Stunde dauern wird, ist frei. Am Sonntag, 21. Dezember, 10 Uhr, wird die italienische Orgel erstmals im Gottesdienst zu hören sein. Es singt die Kantorei St. Jacobi. Die Predigt hält Pastor i. R. Dirk Tiedemann.

Stefan Kordes freut sich sehr über das neue, mitteltönig gestimmte Instrument: „Wer einmal den Klang einer alten italienischen Orgel gehört hat, vergisst ihn nicht so schnell. Mit wenigen Registern schaffen diese Instrumente eine ganz außergewöhnliche Klangpracht. Hinzu kommt die berühmte ‘voce umana’, die ‘menschliche Stimme’, die einen ganz warmen, schwebenden Klang schafft.“ Das Instrument in St. Jacobi verfügt als zusätzliche Besonderheit über eine „ussignolo“, eine „Nachtigall“: Einige Pfeifen spielen in ein Gefäß mit destilliertem Wasser und erzeugen so ein Zwitschern wie von Vögeln.

Das Einweihungskonzert für die italienische Orgel ist die 1755. Veranstaltung in der Reihe der Orgelmusiken. Seit den 1970er Jahren finden diese jeden Freitag von März bis Dezember um 18 Uhr in der Göttinger St. Jacobi-Kirche statt und locken im Durchschnitt 100 Zuhörer an. (p)

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