Altenpflege in Teilzeit lernen

In Göttingen startet ein neues Ausbildungsangebot – Fünf Plätze bereits vergeben

Freuen sich über die Teilzeitausbildung: (von links) Jens-Uwe Krüger (Geschäftsführer des Seniorenzentrums Göttingen), Richard Wagner (Berufsfachschule Altenpflege) Ulrike Westphal (Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung), Silke Saathoff (Berufsfachschule Altenpflege) und Christine Müller (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Göttingen). Foto: Sasse
+
Freuen sich über die Teilzeitausbildung: (von links) Jens-Uwe Krüger (Geschäftsführer des Seniorenzentrums Göttingen), Richard Wagner (Berufsfachschule Altenpflege) Ulrike Westphal (Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung), Silke Saathoff (Berufsfachschule Altenpflege) und Christine Müller (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Göttingen). Foto: Sasse

Göttingen. Eine Ausbildung zum Altenpfleger in Teilzeit absolvieren: Das ist ab 1. September in Göttingen möglich. Innerhalb von dreieinhalb Jahren können Azubis die Arbeit in der Altenpflege erlernen.

Diese Möglichkeit soll vor allem Alleinerziehende und Menschen mit häuslichen Pflegeaufgaben ansprechen. In den dreieinhalb Jahren wird die theoretische Ausbildung in voller Stundenzahl absolviert. Nur die Anzahl der praktischen Wochenstunden ist geringer. 28 Stunden die Woche sollen die Auszubildenden in ihrem Betrieb die Pflege praktisch erlernen. So verlängert sich die Zeit bis zum Abschluss um ein halbes Jahr.

„Bisher haben sich nur Frauen gemeldet“, sagt Richard Wagner von der Berufsfachschule Altenpflege. Fünf Bewerberinnen haben eine Zusage erhalten, ein Vertrag ist bereits unterschrieben. Die Berufsschule rechnet langfristig mit acht Teilzeit-Auszubildenden.

Unterrichtet wird in einem Kurs-im-Kurs-System. Das heißt, dass die Teilzeit-Azubis zusammen mit den Vollzeitkräften lernen. „Im zweiten Jahr wird der Kurs gespalten“, sagt Silke Saathoff.

„Wir möchten, dass die Ausbildung zum Erfolg führt und der Auszubildende übernommen werden kann“, sagt Jens-Uwe Kling, Geschäftsführer des Seniorenzentrums Göttingen. Dort wird ein Teilzeit-Azubi seine Ausbildung beginnen.

Das Göttinger Projekt entstand als Teil des Programms „älter, bunter, weiblicher – Wir gestalten Zukunft“ vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Ziel des Programms ist es, mit kommunalen Gleichstellungsbeauftragten den demografischen Wandel geschlechtergerecht zu gestalten. Und so wird das Projekt vom Land mit 5000 Euro gefördert.

„Wir erwarten einen hohen Bedarf an sozialer Betreuung“, beschreibt Wagner die Erwartungen der Berufsfachschule an das neue Ausbildungangebot. „Wir glauben, dass unsere Förderprogramme wichtiger werden“. Für zukünftige Altenpfleger mit Migrationshintergrund gibt es einen Förderunterricht in Deutsch, zudem werden fachlicher Förderunterricht, eine sozialpädagogische Betreuung und eine psychologische Betreuung bei Prüfungsängsten angeboten.

Weitere Informationen: Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen Süd GmbH, Berufsfachschule Altenpflege, Richard Wagner, Tel.: 05 51/4 95 07 24, E-Mail: richard.wagner@aul-nds.de, Silke Saathoff, Tel.: 05 51/4 95 07 34.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.