Im Alter kann das Autofahren gefährlich sein

Verkehrssicherheit für Senioren: Fast 60 Teilnehmer bei Veranstaltung

Infos am Steuer: Fahrsicherheitstrainer Tobias Hillmann (links) zeigte den teilnehmenden Senioren ein altersgerecht umgebautes Fahrzeug. Foto: Schröter
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Infos am Steuer: Fahrsicherheitstrainer Tobias Hillmann (links) zeigte den teilnehmenden Senioren ein altersgerecht umgebautes Fahrzeug.

Rosdorf/Göttingen. Einen Erfolg feierten in Rosdorf die Polizeiinspektion (PI) Göttingen und mehrere Kooperationspartner mit der Erstauflage einer Veranstaltung zur Verkehrsunfallprävention für Senioren.

Unter dem Motto „Autofahren im Alter, SICHERlich!“ ging es darum, die 60 Teilnehmer im Rosdorfer Gemeindezentrum beim Thema Unfallgefahren zu sensibilisieren, die sich aus einer Verschlechterung des Hör- und Sehvermögens sowie der Verringerung der Reaktionsgeschwindigkeit und einer eventuellen Beeinflussung durch den Gebrauch von Medikamenten ergeben können. „Eine aktuelle Umfrage belegt, dass mehr als ein Drittel der Angehörigen eines älteren Autofahrers sich bereits Sorgen um dessen Sicherheit am Lenkrad gemacht haben“, sagt Jörg Arnecke, Verkehrssicherheitsberater der PI Göttingen. Sogar knapp die Hälfte der Befragten fühlten sich durch die Medikamentenbeeinflussung ihrer Auto fahrenden Angehörigen beunruhigt.

„Senioren gelten als umsichtige Verkehrsteilnehmer, die altersbedingte Leistungsschwächen durch Lebenserfahrung sowie normenkonformes Verhalten kompensieren“, betont Arnecke. Dennoch ließen die Unfallursachen eher einen Rückschluss auf eine altersbedingte Einschränkung der Wahrnehmungs- oder Leistungsfähigkeit zu als auf ein leichtsinniges Verhalten im Straßenverkehr. „Oftmals aber bemerken die Betroffenen eine Mobilitätseinschränkung gar nicht oder wollen diese nicht wahrhaben“, so der Verkehrssicherheitsberater.

Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, gaben Arnecke und der Pharmakologe und Humanmediziner Dr. Martin Anschütz Tipps rund um das Thema „Mobilität im Alter“. Tobias Hillmann, Fahrsicherheitstrainer der Landesverkehrswacht, präsentierte ein Fahrzeug mit diversen elektronischen Fahrassistenten und seniorengerechten Umbauten, welche die altersbedingte Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit kompensieren können. Und auch von der Gelegenheit, sich einem Sehtest zu unterziehen, machten die Teilnehmer regen Gebrauch.

„Unser Ziel mit dieser Veranstaltung ist es, Ängste zu nehmen und so dazu beizutragen, dass ältere Verkehrsteilnehmer möglichst lange mobil bleiben“, sagte Jörg Arnecke. Die Tatsache, dass die Resonanz derart groß und alle Teilnehmer „enorm interessiert und wissbegierig“ gewesen seien, bekräftige ihn in seinen Plänen, derartige Präventionsveranstaltungen häufiger durchzuführen. (per)

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