Anmeldezahlen: Göttinger Gymnasien und Gesamtschulen gefragt

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Schüler-Magnet: Die integrierte Gesamtschule Georg-Christoph-Lichtenberg (IGS) in Göttingen-Geismar hat wieder mehr Fünftklässler-Anmeldungen als Kapazität. Aber auch die KGS und die fünf Gymnasien sind sehr beliebt.

Göttingen. Die Anmelde-Zahlen der Fünftklässler lassen Leiter der Göttinger Gymnasien und Gesamtschulen jubeln. Es könnten sogar Klassen hinzukommen. Probleme hat aber die IGS Bovenden, wo sich die Zahl der Anmeldungen halbiert hat.

Die meisten Eltern von Fünftklässlern haben sich in Göttingen für einen Platz in einem der fünf Gymnasien entschieden: 709 Anmeldungen liegen vor - bei einer Maximalkapazität von 690 Plätzen. Das aber sei kein Problem, sagt Siegfried Lieske, Schuldezernent der Stadt Göttingen.

Gegebenenfalls könnte an zwei Schulen mit den meisten Anmeldungen die Zügigkeit erhöht werden. Das hieße: Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) und Hainberg-Gymnasium (HG) könnten statt bisher fünf Klassen im Schuljahr 2015/16 sechs „Fünfte“ einrichten. Die Sprecherin der Gymnasien, Dr. Ulrike Koller (Theodor-Heuss-Gymnasium) freut sich: „Wir sind sehr zufrieden. Die Gymnasien sind mit Abstand die am stärksten angewählte Schulform.“ Die politisch gerne ins Spiel gebrachte Schließung eines Gymnasiums sei auf Jahre gebannt. „Kein Thema“, sagt auch Siegfried Lieske, der aber betont, dass eine Sechszügigkeit von Gymnasien mit dem Landkreis abgestimmt werden müsse.

In Lieskes Brust schlagen angesichts der Anmeldungen zwei Herzen: Als Verantwortlicher für die Stadt ist er „sehr zufrieden“. Mit Blick über den Stadtrand aber stellt sich die Situation anders dar: Denn während die drei Göttinger Gesamtschulen sehr beliebt sind und Geschwister-Scholl- sowie Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule nicht alle Erstwünsche erfüllen können, hinkt die IGS Bovenden hinterher. Den 2014 angemeldeten 123 Schülern stehen aktuell nur 61 gegenüber.

„Das ist schade, der Ruf spielt leider eine negative Rolle“, sagen Lieske und Landkreis-Schuldezernent Marcel Riethig unisono. Riethig übt auch Kritik: „Die IGS Bovenden leistet gute Arbeit, aber sie muss diese nach außen besser verkaufen.“ Das ist nötig: Von 110 Grundschülern aus Bovenden wollen nur 21 in die IGS vor der Haustür gehen. Dabei sprechen die Zahlen durchaus für sich: Ein sehr hoher Anteil der Schüler wechselten laut Riethig nach Klasse 10 aufs Gymnasium mit Ziel Abitur.

Zu viele Anmeldungen hat auch die katholische Bonifatius-Schule II mit Realschulzweig: Sie kann aufgrund einer konfessionellen Aufnahme-Regelung nur 47 Fünftklässlern einen Platz bieten, weil zu wenige Katholiken angemeldet wurden. Alternativen für die Schüler sind die gut angewählten Oberschulen in Dransfeld und Groß Schneen.

Richtig glücklich ist Lieske über die „tollen Zahlen“ bei der neuen, dritten Göttinger IGS: „Sie haben alle Erwartungen übertroffen.“ Es gibt 74 Erstanmeldungen bei einer Kapazität von 120 Plätzen.

Anmeldungen Fünftklässler: Otto-Hahn-Gymnasium ist Spitzenreiter

Knapp 700 Fünftklässler bei 709 Anmeldungen werden im Schuljahr 2015/16 auf die fünf Göttinger Gymnasien gehen. Nach den Anmeldungen sind das aktuell: Otto-Hahn-Gymnasium (180), Hainberg-Gymnasium (175), Felix-Klein-Gymnasium (136), Max-Planck-Gymnasium (113), Theodor-Heuss-Gymnasium (107).

In den drei integrierten Gesamtschulen gibt es 480 Plätze bei etwa 600 Anmeldungen: Die IGS-Geismar, Georg-Christoph-Lichtenberg kann von 262 Wünschen nur 180 erfüllen, auch die Geschwister-Scholl-Gesamtschule kann nur 180 Plätze anbieten, bei 224 Anmeldungen. Kapazität ist noch in der neuen, dritten IGS in Weende. Sie bietet 120 Plätze und hat 74 Anmeldungen.

Deshalb werden sich auch die endgültigen Schülerzahlen zum Schuljahresstart noch verändern. Zudem haben sich in Stadt und Kreis einige Schüler noch nicht für die fünften Klassen angemeldet. Im Kreis sind es etwa 30. In der Stadt Göttingen ermittelt das Schuldezernat zurzeit die Zahl der Nachzügler.

Gute Zahlen melden auch die Schulen mit Gymnasialer Oberstufe in Duderstadt und Gieboldehausen, ebenso die Oberschulen in Groß Schneen und Dransfeld.

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