Runder Tisch Zieten will vermitteln

Anwohner wollen Flüchtlingen helfen

Arbeitsgruppe „Runder Tisch Zieten“: (von links hinten) Gerda Fischer, Matthias Opitz, Friederike Schmidt-Möbus, Gudrun Steinmetz, Julika Mimkes, Regine Pfeil und (vordere Reihe von links) Marion Pink, Indira Khalikowa, Klaus Bendig, Katja Langenbach. Foto: nh

Göttingen. Der geplante Bau eines Flüchtlingswohnheimes mit 180 Plätzen auf den Zietenterassen in Göttingen stößt auf Gegenwind in der Bevölkerung.

Doch trotz vorhandener Skepsis gegenüber Unterbringungsart gibt es Anwohner, die den Flüchtlingen offen gegenüber stehen und eine Initiative gründen.

Laut Stadtverwaltung sei die Unterbringung eine Notlösung aufgrund fehlender dezentraler Wohnmöglichkeiten. Viele Anwohner aus der direkten Nachbarschaft befürchtet nun problematische soziale Auswirkungen. Deshalb haben die Anwohner gemeinsam mit dem Forum „Göttingen hilft“ (goettingen-hilft.de) den „Runden Tisch Zieten“ gegründet, um ein positives nachbarschaftliches Klima zu schaffen.

Zu diesem Zweck hat sich die Arbeitsgruppe mit den Anforderungen an ein Flüchtlingswohnheim befasst und Anregungen an Stadt und Sozialausschuss weitergeleitet, teilt die Sprecherin der Initiative Dr. Regine Pfeil mit: „Wir stellen uns darauf ein, dass es Probleme geben kann. Aber wir sehen auch die Chancen, die sich uns durch die Flüchtlinge auf den Zieten eröffnen.“

Dies sei unter anderem ein Begengungscafe, Möglichkeiten des interkulturellen Austausches sowie vielfältige persönliche Bereicherungen und Erfahrungen.

Ein Schwerpunkt der Initiative wird es daher sein, Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen und den nachbarschaftlichen Austausch zu ermöglichen, um auch etwaigen Fehlentwicklungen frühzeitig entgegen zu wirken.

Begleitet wird die Arbeit von Mitgliedern des Ortsbeirates Geismar und der Flüchtlingshilfe. „In erster Linie sehen wir sie Stadt Göttingen in der Pflicht für die Integration der Flüchtlinge bestmögliche Voraussetzungen zu schaffen“, sagt Pfeil.

Darunter fallen Bildungsangebote, Deutschkurse, Sozialarbeiterische Begleitung und Kindergarten- oder Schulplätze. „Wir sind aber auch überzeugt, dass es ohne eine offene und engagierte Nachbarschaft und ehrenamtliche Unterstützung nicht gehen wird.“

Interesierte, die am Runden Tisch mitarbeiten, sich ehrenamtlich engagieren oder informieren wollen können dies unter www.rundertischzieten.jimdo.detun oder per Mail an rundertischzieten@web.de

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