Agentur für Arbeit

Folgen der Corona-Pandemie: Wie sich die Arbeitslosenquote in Südniedersachsen verändert hat

Das Gebäude der Agentur für Arbeit in Göttingen
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Die Agentur für Arbeit in Göttingen: Sie ist an der Bahnhofsallee zu finden. (Symbolbild)

Im Süden von Niedersachsen zeigen sich die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt. Sie fallen im Jahresvergleich deutlich aus.

Göttingen – 14.988 Menschen, 878 mehr als vor einem Monat (plus 6,2 Prozent), waren Ende Januar in Südniedersachsen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote stieg im Monatsvergleich auf 6,2 Prozent (plus 0,4 Prozent). Diese aktuelle Bilanz des Arbeitsmarktes zog am Freitag (29.01.2021) die Agentur für Arbeit in Göttingen. Aus Sicht der Experten war der Anstieg erwartet.

Klaus-Dieter Gläser, Chef der Göttinger Agentur für Arbeit, erklärt die Hintergründe: „Im Januar haben wir meist die höchste Zahl an Arbeitslosen, denn viele befristete Verträge laufen Ende des Jahres aus, oftmals auch kurzfristige Beschäftigungsmöglichkeiten im Weihnachtsgeschäft.“

Hinzu kommen laut Gläser Beschäftigte aus Außenberufen, die wegen der Witterung meist vorübergehend entlassen werden. „Auf der anderen Seite ist die Nachfrage zum Jahresanfang immer gedämpft, weil um die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel auch in vielen Personalabteilungen Ruhe einkehrt“, macht Gläser deutlich.

Corona-Krise in Niedersachsen: Auswirkungen auf Arbeitsmarkt werden im Jahresvergleich deutlich

Die Auswirkungen der Corona-Krise in Niedersachsen werden im Jahresvergleich deutlich: Im Januar 2020 gab es in der Region 1731 Arbeitslose weniger (13,1 Prozent). Vor einem Jahr lag die Quote in Südniedersachsen noch bei 5,5 Prozent. Aktuell gibt es in Südniedersachsen 4074 offene Stellen. Vor einem Jahr waren es noch knapp 200 mehr.

Klaus-Dieter Gläser, Chef der Göttinger Agentur für Arbeit

Fachkräfte sind laut Gläser auch in der Corona-Krise weiterhin gefragt. Das Thema Nachwuchsgewinnung durch Ausbildung steht bei den Arbeitgebern weiterhin auf der Agenda. Gläser erläuterte, dass die Betriebe der Region um die Wichtigkeit der Aufgabe wüssten.

Inzwischen liegen weitere Daten zur Kurzarbeit vor. Sie beziehen sich wegen der langen Abrechnungsfrist auf den Spätsommer: 1761 Betriebe haben von der Kurzarbeit Gebrauch. Davon profitierten 17 384 Beschäftigte. Aktuelle Zahlen zur Kurzarbeit im zweiten Corona-Lockdown hat die Agentur noch nicht.

Im Geschäftsstellenbezirk Göttingen stieg die Arbeitslosenquote im Monatsvergleich um 0,4 auf 6,7 Prozent. Es gibt zurzeit 1605 offene Stellen. Aus dem Untereichsfeld wird ein Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,2 auf 4,2 Prozent gemeldet. Im Raum Duderstadt gibt es 338 offene Stellen. (Bernd Schlegel)

Arbeiten in Niedersachsen: Auswahl offener Stellen im Landkreis Göttingen

Beruf/TätigkeitAnzahlArbeitszeitArbeitsort
Rechtsanwaltsfachangestellter (m/w/d)1TeilzeitHann. Münden
Medizinischer Fachangestellter (m/w/d)3Vollzeit / TeilzeitHann. Münden / Dransfeld
Servicekraft (m/w/d)1Vollzeit / TeilzeitDransfeld
Bürokaufmann (m/w/d)2VollzeitRaum Hann. Münden / Dransfeld
Alltagsbegleitung (m/w/d)1Vollzeit / TeilzeitStaufenberg
Erzieher (m/w/d)3Vollzeit / Teilzeit Hann. Münden
Kraftfahrer (m/w/d)5VollzeitDransfeld / Hann. Münden
Koch / Küchenmeister (m/w/d)2VollzeitHann. Münden
Tischler (m/w/d)1VollzeitHann. Münden
Kfz-Mechatroniker (m/w/d)2VollzeitHann. Münden / Dransfeld
Fachkraft Lagerlogistik (m/w/d)5VollzeitHann. Münden / Staufenberg
Bautischler (m/w/d)1VollzeitStaufenberg
Glasreiniger (m/w/d)3Vollzeit / TeilzeitHann. Münden
Maschinen -und Anlagenführer (m/w/d)2VollzeitHann. Münden
Verkäufer (m/w/d)2VollzeitHann. Münden

Ansprechpartner für Interessierte ist Eckhard Faust vom Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Göttingen, Tel. 05541/9809-22. (Bernd Schlegel)

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