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Arnoldi-Schule in Göttingen: 37 Abiturienten feierlich entlassen

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Von: Michael Caspar

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Gruppenfoto Abiturienten
Haben ihr Abitur am beruflichen Gymnasium der Göttinger Arnoldi-Schule erfolgreich bestanden: 37 junge Erwachsene wurden nun feierlich verabschiedet. © Michael Caspar

Das berufliche Gymnasium der Göttinger Arnoldi-Schule hat nun 37 junge Erwachsene mit erfolgreich bestandenem Abitur verabschiedet.

Göttingen – Das Abitur haben 37 junge Erwachsene bestanden, die das berufliche Gymnasium der Göttinger Arnoldi-Schule besuchen. Vier Schüler erhielten den Arnoldi-Preis, den die Gothaer Lebensversicherung 1977 anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens gestiftet hat.

Damals erhielten die Berufsbildenden Schulen 1 in Göttingen auch ihren heutigen Namen, erklärte bei der Abschlussfeier Dr. Thomas Arens, der den Gesundheitsservice der Gothaer Versicherungen leitet. Ernst Wilhelm Arnoldi hat nämlich nicht nur die Gothaer, sondern 1818 auch die erste deutsche Handelsschule gegründet.

Arnoldi-Schule verabschiedet Abiturienten: Vier Absolventen erhalten Arnoldi-Preis

Mit dem Preis werden Schüler ausgezeichnet, die Leistung, Haltung und Gemeinschaftssinn zeigen - ganz im Sinne von Arnoldis Lebensmotto: „Du handelst für Dich, wenn Du für Andere lebst.“

Verdient hätten den Preis in diesem Jahr alle Schüler, fand Arens. Die Gymnasiasten hätten sich während der schwierigen Coronazeit auf ihr Abitur vorbereiten müssen und dabei erfolgreich alle Hindernisse gemeistert. Ein solcher Durchhaltewille werde sie in Zukunft beruflich und privat weiterbringen.

Gruppenfoto Preisträger Arnoldi-Schule
Zeigen Leistung, Haltung und Gemeinschaftssinn: Thomas Arens mit den Preisträgern Jacob Stecker, Izabela Travancic, Mohamed N‘Kony Taboure und Roman Henne sowie Sabine Weißmann und Rainer Wiemann (v. l.). © Michael Caspar

Arens übergab die jeweils mit 512 Euro dotierten Preise gemeinsam mit seiner Kollegin Sabine Weißmann an Roman Henne von der Kaufmännischen Berufsschule, an Jacob Stecker vom Beruflichen Gymnasium Wirtschaft, an Izabela Travancic von der Fachoberschule Wirtschaft sowie an Mohamed N‘Kony Taboure von der Berufseinstiegsschule.

Dass er seine Schule einmal vermissen würde, hätte er nie erwartet, erklärte Preisträger Stecker in seiner Dankesrede. Während der Pandemie habe er einsam vor seinem PC gesessen. An diesem Gefühl hätten auch „zahllose Anrufe“ am Nachmittag nichts geändert. Preisträger Henne, der bei der Hann. Mündener Kanzlei Rechtsanwaltsfachangestellter gelernt hat, erinnerte an die Startprobleme beim „digitalen Wandel“ in der Schule. Nicht alles habe „gleich geklappt“. Umso dankbarer zeigte er sich gegenüber dem IT-Personal.

Arnoldi-Preisträger hätte fast aufgegeben - Lehrer haben ihm Mut gemacht

Der Preis sei eine große Ehre für sie, betonte Travancic. Und Taboure bekannte, dass er vor einem halben Jahr überfordert aufgeben wollte. Die Lehrer hätten ihm aber Mut gemacht. Zudem habe er an die drei harten Fluchtjahre denken müssen, die ihn aus dem westafrikanischen Guinea nach Deutschland führten.

All das hätte nicht vergebens sein sollen. Sein Kommentar zum Preis: In Afrika, wo die Menschen viel enger als in Deutschland zusammenlebten, gehe es nicht ohne Gemeinschaftssinn. Die „engagierten, ehrgeizigen Zuwanderer“, die in den vergangenen Jahren nach Deutschland gekommen seien, könnten helfen, den „riesigen Fachkräftemangel“ zu überwinden, betonte Schulleiter Rainer Wiemann. Für diese jungen Menschen habe seine BBS 2016 die Berufseinstiegsschule gegründet.

Für Musik sorgten während der Feierstunde Tim Kammann, Sandra Kawka und Helen Landzettel vom Trio „The WagonWheels“. (Michael Caspar)

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