Tag der Artenvielfalt: Hanf wächst im Gartetal

Unerwarteter Fund im Gartetal: Reinhard Urner entdeckte einige Hanfpflanzen, aus deren weiblichen Blüten Marihuana und Haschisch hergestellt werden können, hier mit einem kleinen Stängel. Foto: Niesen

Diemarden. Das Gartetal bei Diemarden ist ökologisch einigermaßen intakt. Dieses Fazit Reinhard Urner nach dem Geo-Tag der Artenvielfalt am Samstag. „Wir haben 244 Pflanzenarten gefunden, darunter acht gefährdete“, sagte das Vorstandsmitglied der Biologischen Schutzgemeinschaft Göttingen.

Zu den beiden sehr gefährdeten Arten zählt der auf Botanik spezialisierte Agrar-Ingenieur den Kicher-Tragant und die Weiße Braunelle. Allerdings machten die Pflanzenfreunde auch einen weiteren, unerwarteten Fund. Sie entdeckten einige Hanf-Pflanzen, aus deren weiblichen Blüten Marihuana und Haschisch gewonnen werden können. Offenbar hat jemand die Hanfsamen ausgesät – in der Hoffnung auf Rauschgifternte.

Zum Tag der Artenvielfalt waren neben der Biologischen Schutzgemeinschaft auch der Deutsche Jugendbund für Naturbeobachtung (DJN) und die BUND Jugend in Göttingen unterwegs, um das Gewässer zu untersuchen und Vogelarten zu bestimmen. Auch sie machten reiche Funde. Insgesamt wurden über 500 Arten festgestellt. Unter andrem zog bei der Aktion ein Schwarzstorch über dem Gartetal seine Kreise.

Urner sagte, die Untersuchungen der Garte hätten eine Gewässergüte von 1,7 ergeben. „Das ist sehr sauber.“ Allerdings hat er auch Anlass zu Kritik. So sei das Tal sehr verbuscht. „Es wird von Menschen offen gehalten und braucht Pflege.“

Die Idee des Geo-Tags der Artenvielfalt ist es, innerhalb von 24 Stunden in einem begrenzten Gebiet möglichst viele Tiere und Pflanzen zu identifizieren, und somit den Blick für den Artenreichtum im eigenen Umfeld zu schärfen und die faszinierenden Lebensformen in der Nähe kennen zu lernen. (zhp)

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