Studentin war Opfer

Asylbewerber muss nach versuchter Vergewaltigung ins Gefängnis

Göttingen. Ein 19-jähriger Asylbewerber, der vor einem Jahr auf dem Göttinger Wochenmarktplatz eine Studentin zu vergewaltigen versucht hatte, muss eine dreijährige Jugendstrafe verbüßen.

Der Bundesgerichtshof hat jetzt die Revision des Angeklagten gegen ein entsprechendes Urteil des Landgerichts Göttingen als unbegründet zurückgewiesen. Damit sei das Urteil rechtskräftig, teilte ein Gerichtssprecher am Dienstag mit.

Das Landgericht Göttingen hatte den Angeklagten im vergangenen Dezember wegen versuchter Vergewaltigung und Körperverletzung verurteilt. Der Mann war im Frühjahr 2012 mit Hilfe von Schleppern nach Deutschland geflohen und hatte danach im Lager Friedland gelebt. Zu der Tat kam es, als er am Pfingstwochenende eine Disco in Göttingen besuchte. Dort versuchte er sich einer 19-jährigen Studentin zu nähern, die ihn jedoch unmissverständlich zurückwies. Als sie frühmorgens die Disco verließ, folgte er ihr und zog sie in eine dunkle Ecke, wo er sie zu vergewaltigen versuchte. Erst als ein Anwohner aus dem Haus gelaufen kam, der das Wimmern und die Hilferufe der Frau gehört hatte, ließ er von ihr ab.

Das Gericht war mit seinem Urteil noch über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinausgegangen, die auf eine Bewährungsstrafe plädiert hatte. Für eine solche Milde sah das Gericht angesichts der Brutalität der Tat und der schweren Folgen für das Opfer indes keinen Anlass. (pid)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.