Erfolgreiche Mediation vor Gericht

Aufsichtsrat: Göttinger Volkshochschule einigt sich mit Ex-Chef

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Die Zentrale der Volkshochschule Göttingen: Das Gebäude ist neben der Lokhalle am Bahnhof zu finden.

Göttingen. Die Details rund um das Ausscheiden des früheren Göttinger Volkshochschul-Geschäftsführers Thomas Eberwien stehen jetzt offenbar fest. Demnach soll er eine sechsstellige Summe erhalten.

Eberwien soll bis Ende September 2017 weiterbezahlt werden – macht nach HNA-Informationen insgesamt etwa 140.000 Euro für Eberwien, quasi eine Abfindung. Der große Vorteil: Dadurch kann eine langwierige juristische Auseinandersetzung abgewendet werden. Von Seite des Aufsichtsrats hieß es am Freitag, dass die Einigung bei einem Mediationstermin unter der Leitung von Michael Kalde, Vize-Präsident des Landgerichts Göttingen, zustande kam.

Der Vergleich wurde inzwischen vom Aufsichtsrat der VHS, einem Tochterunternehmen des Landkreises, angenommen. Kernpunkt: Die Gesellschaft und der ehemalige Geschäftsführer Thomas Eberwien „trennen sich einvernehmlich“ zum 30. September 2017.

„Der Aufsichtsrat will mit diesem Vergleich nach intensiver Abwägung weitere Schäden für die Gesellschaft bestmöglich minimieren“, heißt es in einer Pressemitteilung des Aufsichtsrats. Und weiter: Der Vertrag von Eberwien hätte ordentlich erst zum 30. September 2019 gekündigt werden können. Die Parteien stritten über die Wirksamkeit einer außerordentlichen Kündigung.

Gegen Eberwien waren im vergangenen Jahr Vorwürfe bekannt geworden, die sich nicht bestätigt hatten. Die Staatsanwaltschaft Göttingen hatte deshalb ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue bereits im Dezember vergangenen Jahres eingestellt. Der Betriebsrat hatte dem ehemaligen VHS-Leiter Thomas Eberwien vorgeworfen, mit einer betrieblichen Kreditkarte auch private Ausgaben für Hotelrechnungen, Flüge und Fahrtkosten mit einem Gesamtumfang von etwa 8500 Euro beglichen zu haben.

Abberufung

Der Aufsichtsrat hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe Anfang September 2016 den VHS-Chef abberufen. Der Ex-VHS-Leiter hatte im vergangenen Jahr gegen seine fristlose Kündigung vor dem Arbeitsgericht Göttingen geklagt, das sich für nicht zuständig erklärt hat.

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