Ausgrabungen: Besucher können sich Skelette anschauen

Spektakuläe Funde in der Innenstadt: Bei Bauarbeiten an der Alten Mensa am Wilhelmsplatz kamen mit Hilfe von Archäologen etwa 40 Skelette, wahrscheinlich von Mönchen, ans Tageslicht. Früher stand dort ein Franziskaner-Kloster. Foto: Kopietz

Göttingen. Stadtgeschichte wird derzeit im Untergrund der Gebäude am Wilhelmsplatz und an der Barfüßerstraße wieder gegenwärtig: Bei Bauarbeiten wurden Skelette von Franziskanermönchen gefunden. Zurzeit laufen dort die Ausgrabungen. Am Sonntag, 25. Oktober, öffnet die Universität die Bau- und Ausgrabungsstelle für Besucher.

Der Friedhof des ehemaligen Franziskaner-Klosters, dessen letzten Gebäude im 19. Jahrhundert abgerissen wurden, ist dann für die Öffentlichkeit von 10 bis 16 Uhr zugänglich. Im Rahmen der „Sonntagsspaziergänge“ können Interessierte die Fundstücke anschauen. Die Archäologen stehen für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Die Uni saniert zurzeit die Alte Mensa am Wilhelmsplatz. In der Alten Mensa inklusive des Kinosaals im Gebäude entstehen Tagungs- und Veranstaltungsräume. Kosten: mehr als drei Millionen Euro. Bei Arbeiten an der Rückseite des Gebäudes im Hof an der Barfüßerstraße sind nun archäologische Funde ans Tageslicht gekommen, darunter Knochen, Scherben und Mauern.

Die Mitarbeiter des Göttinger Archäologie-Unternehmens Streichardt & Wedekind legten unter anderem bislang auch etwa 40 menschliche Skelette frei – wahrscheinlich von Mönchen des Franziskanerklosters, das sich zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert dort befand. (tko)

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