Ausstellung über Zwangsarbeit pausiert bis zum 14. September

Ausstellung über Zwangsarbeit im Dritten Reich in Südniedersachsen ist bis zum 15. Septmber geschlossen: Besucher können Termine aber telefonisch vereinbaren. Foto: Böhne

Göttingen. Die Ausstellung zu den Lebensgeschichten von Zwangsarbeitern im Nationalsozialismus in Göttingen macht eine Pause. Bis zum 15. September ist die Austellung in den Berufsbildenen Schulen II, Godehardstraße 11, geschlossen.

In dieser Zeit können Interessierte die Ausstellung nach Rücksprache besuchen, schreibt das Ausstellungsteam in einer Pressemitteilung. Unter der Telefonnummer 0551/29 34 69 oder per Mail unter info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.de kann man eine Besichtigung verabreden.

Nach der Sommerpause werden spezielle Führungen durch die Ausstellung sowie Rundgänge zum Thema NS-Zwangsarbeit in Göttingen und der Region Südniedersachsen angeboten.

Die Ausstellung wurde von den Geschichtswerkstätten Duderstadt und Göttingen in Kooperation mit internationalen Projektpartnern aus Polen, Italien und den Niederlanden konzipiert. Sie richtet sich vor allem an Schulklassen ab der neunten Klasse.

Die interaktiv und multimedial gestaltete Schau zeigt an 13 Stationen das Ausmaß der Zwangsarbeit während der NS-Zeit in der Region. Die Einzelschicksale sollen dem Besucher anhand von Texten, Bilder, historischen Dokumenten und Filminterviews verdeutlicht werden.

Während des Nationalsozialismus mussten bis zu 60 000 Menschen aus 16 Nationen in den heutigen Landkreisen Northeim und Göttingen Zwangsarbeit leisten.

Zwangsarbeiter wurden unter anderem in Gaststätten, in der Landwirtschaft, bei der Müllabfuhr oder in kirchlichen Einrichtungen und Privathaushalten eingesetzt. Die Schau dokumentiert Lebensläufe der Betroffenen, geht aber weit über den Abschnitt der Zwangsarbeit hinaus. Damit soll die europäische Dimension des Themas verdeutlicht werden. (cge)

Der Eintritt ist frei. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu

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