Auszeichnung für Sextett: Göttinger Alexanderpreis für Text zum Judenhaus

Neue Stele: Sie erinnert seit Anfang November an das so genannte Judenhaus an der Weender Straße in Göttingen. Sechs Autoren werden für ihre Recherchen dazu ausgezeichnet. Foto: bsc

Göttingen. Für Recherchen und eine Veröffentlichung zum sogenannten Göttinger „Judenhaus“ wird ein Autorenkollektiv mit dem Alexanderpreis 2017 ausgezeichnet.

Der von den Autoren Eric Angermann, Eva Klay, Julia Kopp, Jan C. Oestreich, Jennifer Stümpel und Tobias Trutz verfasste Text „Verdrängt - Verfolgt - Vergessen“ erschien in einer Schriftenreihe der Göttinger Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, wie die Göttinger Alexanderstiftung am Donnerstag mitteilte. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert.

In „Judenhäuser“ wurden Menschen jüdischen Glaubens, die zuvor aus ihren Wohnungen vertrieben worden waren, ab 1940 von den Nationalsozialisten eingewiesen.

Anfang November wurde eine Stele eingeweiht, die an das Judenhaus an der Weender Landstraße erinnert. Heute ist dort ein Parkplatz zu finden.

Die nach dem Göttinger Journalisten Wolfgang Alexander (1926 bis 1988) benannte Stiftung vergibt den Preis seit 1989. Sie würdigt damit Beiträge zur Regionalgeschichte der Stadt Göttingen und ihrer Umgebung.

Mit dem zweiten Preis zeichnete die Jury den in einem Regionalmagazin erschienenen Beitrag „Schwarz auf Weiß – Die Wiege des Papierrecyclings liegt in Göttingen“ des Historikers Norman Lippert aus. Auf den dritten Platz kam der Text „Als die Hannoveraner Preußen wurden“ des Göttinger Autors und früheren Abgeordneten des Europaparlamentes, Klaus Wettig. Die Preise werden bei einer Feier am 4. Februar überreicht. (bsc/epd)

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