Aktion am Sonntag

Auto-Demo in Würgassen gegen geplantes Atommüll-Zwischenlager

Ein Transparent hängt neben Verkehrsschildern: 90 Prozent von Deutschlands Atommüll nach Würgassen: Nein Danke!
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Protest gegen Würgassen: Auto-Demo am Sonntag gegen geplantes Atommüll-Zwischenlager

Umweltschützer aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen demonstrieren am Sonntag, 7. März, in Würgassen bei Höxter gegen das dort geplante Atommüll-Zwischenlager.

Würgassen/Göttingen - Anlass ist die Ernennung des Standorts durch die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung vor einem Jahr. „Am 7. März jährt sich der Widerstand gegen das Vorhaben, das Dreiländereck zum zentralen Umschlagplatz für 90 Prozent des Atommülls aus ganz Deutschland zu machen“, sagte Dirk Wilhelm, Vorsitzender des Vereins „Atomfreies 3-Ländereck“.

Die Kundgebung am Sonntag beginnt um 14 Uhr am Tor des AKW Würgassen, das zwischen Bad Karlshafen und Beverungen an der Weser liegt. Coronabedingt ist sie als „Auto-Demo“ geplant. Durch Lichthupen, Blinken und Hupen könnten sich alle Teilnehmenden in die Aktion einbringen, hieß es. Die Redebeiträge sollen über eine große Anlage übertragen werden.

Das Lager soll auf dem Gelände des stillgelegten Atomkraftwerks Würgassen entstehen. Insgesamt sollten über drei Jahrzehnte 303.000 Kubikmeter Atommüll angefahren, sortiert und zum Endlager Schacht Konrad in Salzgitter transportiert werden, erläuterte Wilhelm. Das würde zu täglichen Gefahrguttransporten führen, vor allem durch die Landkreise Höxter, Holzminden, Kassel und Göttingen.

Die Standortentscheidung sei entgegen vieler Sachargumente getroffen worden und scheine von politischen Zusagen geprägt zu sein. „Die Standortentscheidung fiel damals im Geheimen“, erklärte die Anti-Atom-Organisation „Ausgestrahlt“. Die Region habe kein Mitspracherecht gehabt und erst aus den Medien davon erfahren.

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