Nach Lernen im Ausland

Azubis der BBS Ritterplan sind  „Botschafter für Europa“

Botschafter für Europa: Insgesamt 31 Auszubildende der BBS Ritterplan erhielten aus den Händen von Sozialdezernent Marcel Riethig (Dritter von rechts) die „Europässe Mobilität“. Links daneben die Projekt-Verantwortliche Kathrin Bittner-Szaukellis, ganz rechts Direktor Armin Oberländer. Foto: Arens

Göttingen. Die Schüler der BBS III Ritterplan haben im Ausland Erfahrungen gesammelt. Jetzt sind sie "Botschafter für Europa".

Sie sind Europäer wie sie im Buche stehen und nun haben sie auch den entsprechende Pass. Nein, die 21 angehenden Erzieher der BBS III Ritterplan in Göttingen geben ihre deutsche Staatsbürgerschaft nicht ab. Viel mehr erhielten sie aus den Händen von Sozialdezernent Marcel Riethig die „Europässe Mobilität“.

Sie hatten Anfang des Jahres acht Wochen im europäischen Ausland verbracht, um dort praktische Arbeitserfahrungen zu sammeln. In den Niederlanden, Österreich, Rumänien, Polen, England, Portugal, Frankreich und Finnland haben sie in den verschiedenen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe gearbeitet – vom Vorschul- und Grundschulbereich, über Heimerziehung und Hort bis zum Förderschulbereich.

Dank des EU-Förderprogramms „Erasmus plus“ sind ihnen diese besonderen Erfahrungen möglich gewesen. Die präsentierten sie interessierten Schülern und Lehrern. Sie erzählten, wie es ihnen im Ausland ergangen ist, welchen Herausforderungen sie sich gestellt haben und welche Einblicke sie in die Arbeitswelt in einem anderen Land mit einer anderen Sprache bekommen haben.

„Die offene Art hat mich begeistert, die Lehrerinnen und Lehrer waren sehr engagiert, haben sehr eng zusammengearbeitet. Durch die ganz unterschiedlichen Kulturen an der Schule waren die Kinder sehr offen und flexibel, was mich sehr beeindruckt hat“, erzählt Anna-Lena S. aus der SFS 17b. Sie hat ihr Praktikum in der Deutschen Schule Algarve in Portugal verbracht.

Von ihrem Praktikum in einer Förderschule in Stonehouse/England berichtet Alisa E. aus der SFS 17b:. „Das erste Mal mit Jugendlichen zu arbeiten, die teilweise schwere Lernbehinderungen haben, war aufregend für mich. Die herzliche Atmosphäre sowie der Umgang auf Augenhöhe haben mir den Einstieg in ein mir zuvor unbekanntes Arbeitsfeld sehr erleichtert. Es war eine tolle Erfahrung.“

Die beiden zukünftigen Erzieherinnen haben viel an Selbstständigkeit hinzugewonnen und sind über sich hinausgewachsen, betonen sie.

Auch zehn Auszubildende aus der Gastronomie – sechs Köche und vier Servicekräfte – können auf ein Auslandspraktikum zurückblicken. Sie waren für drei Wochen in St. Etienne und erhielten Einblicke in die französische Hotel- und Restaurantwelt erhalten. Neben der regulären Arbeit hatten sie die Möglichkeit, eine Destillerie sowie eine Schokolaterie zu erkunden.

Sozialdezernent Riethig verlieh den Auszubildenden aus den Bereichen Sozialpädagogik und Gastronomie die „Europässe Mobilität“, die sie zu „Botschaftern für Europa“ machen. In seiner Rede betonte Riethig die europäische Tradition der BBS Ritterplan und, dass die Zukunft Europas in den Händen der Menschen liege, die Europa durch solche Projekte gestalten. (ana)

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