Eiswiese: 2011 kamen so viele Besucher wie noch nie zuvor – Geschäftsführung will Attraktivität steigern

Badeparadies stellt Rekord auf

Attraktion: Die Rutschen locken viele Kinder in das Badeparadies Eiswiese. Niklas Kuckuck machte 2010 bei den Rutschmeisterschaften mit. Archiv-Foto: nh

Göttingen. Der Pinguin ist ein sympatisches Wesen, putzig, wasserverrückt und familiär: Ein ideales Maskottchen und Logo für das Badeparadies Eiswiese. Das ist nämlich ein Familienbad und schwimmt auf der Erfolgswelle: 2011 kamen so viele Gäste wie noch nie seit der Eröffnung 1998.

666 523 Menschen passierten im Vorjahr die Drehkreuze von Schwimmhalle und Saunalandschaft im vergangenen Jahr. Der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GöSF), Alexander Frey, sieht noch Wachstumspotenzial und denkt im Erfolgsmoment gar an eine maßvolle Erweiterung wie er im HNA-Gespräch sagte.

Denn: Mehr Besucher kann das im Volksmund nur „Eiswiese“ genannte Bad, durchaus noch verkraften. Es gebe zwar Stoßzeiten, wo man an die Kapazitätsgrenze stoße, aber es sei noch Luft nach oben. „Kein Gast muss Angst haben, dass er keinen Platz mehr bei uns findet“, sagt Alexander Frey.

Gleichwohl denkt er über eine Erweiterung nach. Große Sprünge aber könne man aufgrund der räumlichen Situation nicht machen. „Für große Anbauten fehlt es an Grundstücksfläche.“ Dennoch: Ein zusätzliches Therapiebecken als Anbau wird kommen. Damit könne man auch mehr Kapazität in der Badelandschaft schaffen. „Das ist eine sinnvolle Erweiterung, auch um mehr Kurse anbieten zu können.“

Neue Rutsche?

Die beiden Rutschen sind bereits große Attraktionen im Badeparadies. Damit nicht genug: Frey kann sich vorstellen, „hier noch eine spannende Rutsche zusätzlich zu installieren“. Viele Kinder und Jugendliche kämen wegen der Rutschen. Darauf müsse man reagieren.

Ansonsten macht der GöSF-Chef kein großartig verändertes Nutzungsverhalten der Gäste seit der Eröffnung 1998 aus: „Wir bieten für die ganze Familie viel“, sagt Frey, der aber die Konkurrenz durchaus im Auge behält. Er beobachtet genau, was sich in Kassel mit dem Neubau tut, aber auch in der Umgebung wie in Bad Sooden-Allendorf oder im Heilbad Heiligenstadt. Im Erfolgsstadium dürfe man nicht passiv werden, sagt Frey, der sich auch über den Aufwärtstrend in der Saunalandschaft freut. „Da hatten wir Probleme mit einem Besucherrückgang. Die Erweiterung mit dem Freigelände und Saunahütten aber wirkt sich aus – wir kratzen wieder an den Rekordbesucherzahlen.“

Bei all’ dem Positiven: Frey weist auch darauf hin, dass die Eiswiese ein Zuschussbetrieb ist und gar nicht in die Gewinnzone kommen kann. „Wer eine 25-Meter-Bahn oder gar zwei wie wir mit unserer zweiten Halle, anbietet, hat schon verloren.“

Richtiges Konzept

Das Konzept aber sei richtig, hier an einem Ort alles zu bündeln, einen Komplex für die Badefreunde, Erholungssuchende, Saunafans und Schwimmer mit Sport- und Schulungsambitionen zu bieten.

Von Thomas Kopietz

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