Das ist geplant

Bahnhof Adelebsen: Große Pläne für kleine Station

Stellten die Pläne für die Modernisierung vor: Bahnhofsmanager Detlef Krusche (links) und Bürgermeister Holger Frase. Foto: Schlegel

Adelebsen. Der Bahnhof Adelebsen an der Strecke zwischen Göttingen und Bodenfelde soll nach einer Verjüngungskur für Fahrgäste deutlich attraktiver werden.

Jetzt stellte Bahnhofsmanager Detlef Krusche die Pläne vor.

Bequemer Einstieg: Derzeit ist das Einsteigen am Bahnhof Adelebsen in die Züge unbequem, weil ein halber Meter Höhenunterschied zwischen den niedrigen Bahnsteigen und den Türen der Triebwagen besteht. Mit dem neuen, 76 Zentimeter hohen Besteig, ist ein hohengleicher Einstieg möglich. So können Rollstuhlfahrer oder Mütter mit Kinderwagen bequemer zusteigen. Außerdem wird der Zugang zum Bahnhof barrierefrei gestaltet.

Zentraler Bahnsteig:

 Der Bahnsteig am Bahnhofsgebäude, das 2011 an eine Privatperson veräußert wurde, verschwindet. Stattdessen soll ein 140 Meter langer, zentraler Bahnsteig, der über fünf Meter breit sein wird, zwischen den beiden Gleisen entstehen. Dazu muss allerdings ein Gleis näher an das Bahnhofsgebäude rücken.

Verbesserte Ausstattung: Die Bahnstation soll eine verbesserte Beleuchtung bekommen. Auf dem neuen Bahnsteig wird der Fahrkartenautomat eine Überdachung erhalten. Außerdem soll ein Wegeleitsystem Sehbehinderten die Orientierung deutlich erleichtern.

Das Solarpark-Gelände mit dem Bahnhof Adelebsen (im Hintergrund): Die Station an der Bahnstrecke von Göttingen nach Bodenfelde wird für etwa 2,4 Millionen Euro modernisiert. Archivfoto: Rampfel

Direkter Anschluss nach Paderborn und ins Ruhrgebiet: Schon zum Fahrplanwechsel im Dezember gibt es eine wesentliche Verbesserung. Bislang pendeln die Züge zwischen Göttingen und Ottbergen. Künftig fahren sie bis nach Paderborn durch. Dort besteht Anschluss per Zug ins Ruhrgebiet sowie per Bus zum Flughafen des Oberzentrums in Ostwestfalen.

Park-and-Ride: Parallel zum Umbau des Bahnhofs will die Gemeinde Park-and-Ride-Möglichkeiten für Autos und Fahrräder schaffen. So sollen Pendler aus den Nachbarorten gelockt werden. Derzeit steigen nur etwa 110 Fahrgäste ein und aus. Diese Zahl soll nach der Modernisierung deutlich gesteigert werden.

Wohnraum am Bahnhof: Adelebsens Bürgermeister Holger Frase möchte erreichen, dass zum Beispiel für Studenten Wohnraum in der Nähe des Bahnhofs geschaffen wird. Dazu will er mit der Demographiebeauftragten des Landkreises Göttingen mit dem Ziel ins Gespräch kommen, Adelebser Einwohner davon zu überzeugen, zusätzlichen Wohnraum zu vermieten.

Mehr Tempo auf der Strecke: Derzeit wird geprüft, ob eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h möglich ist. Derzeit zuckeln die Triebwagen mit Tempo 60 durch die Landschaft. An manchen Bahnübergängen geht es nur mit 20 km/h voran.

Gutes Fahrplanangebot: Zwischen 6.29 und 21.29 Uhr halten durchschnittlich 34 Triebwagen der Nord-West-Bahn in Adelebsen – montags bis freitags sogar im Stundentakt.

Kosten und Zeitplan: Die Modernisierung, die zum Großteil aus dem Projekt „Niedersachsen ist am Zug III“ vom Land finanziert wird, kostet etwa 2,4 Millionen Euro und beginnt im Sommer 2017. Damit wird dieses Vorhaben deutlich früher als andere in Niedersachsen realisiert.

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