Beschränkung Einzelhandelskonzept Göttingen

Bauausschuss: Am Donnerstag geht es wieder um die XXXL-Möbelhaus-Ansiedlung

Hier sollen die zwei großen Möbelhäuser hin: Westlich der Autobahn 7 und des Kaufparks befindet sich das Ansiedlungsareal für XXXL und Poco auf einem Grundstück des Kaufpark-Eigners Kurth. Foto: Rampfel/nh

Göttingen. Am Donnerstag geht es im Bauausschuss um die Änderung des Einzelhandelskonzeptes und damit um die geplante Ansiedlung der Möbel-Giganten XXXL und Sconto.

Das kommunale Einzelhandelskonzept, das Anfang 2014 vom Rat beschlossen wurde, sieht die Beschränkung Verkaufsflächen mit innenstadtrelevanten Sortimenten auch in Möbelmärkten vor – auf 800 Quadratmeter.

Der Möbelhändler XXXL wollte auf dem Gelände des Göttinger Eigentümers Kurth westlich der A 7 ursprünglich Möbelhäuser mit einer Verkaufsfläche von 33.000 Quadratmeter, also einer Größe von etwa vier Fußballfelder, bauen. Auf 300 Quadratmeter sollten innenstadtrelevante Waren wie Haushaltswaren, Deko-Artikel und Bettwäsche angeboten werden.

Gegen diesen Plan liefen die Möbelhäuser in Göttingen, der Region und die Innenstadthändler mit ihrer Gemeinschaft Pro City Sturm. Ihr Argument auch: Man könne nicht für einen einzigen Investor einen demokratischen Beschluss so einfach kippen und statt 800 dann 3300 Quadratmeter genehmigen. Das bekräftigen Axel Schwill, Geschäftsführer vom Göttinger Möbelhaus Bono und Pro-City-Geschäftsführerin Frederike Breyer jetzt noch einmal im Vorfeld der Bauausschusssitzung.

Die Verwaltung hatte dann noch einmal nachgebessert, will das Einzelhandelskonzept per Ratsbeschluss aber dennoch ändern. Nun soll XXXL auf 25.000 Quadratmeter bauen. Der Verkauf von innenstadtrelevante Sortimente sollen dann auf 2500 Quadratmeter zulässig sein.

„800 sind genehmigt, 2500 sind doch deutlich mehr“, gibt Frederike Breyer zu Bedenken. „Damit sind wir nicht einverstanden.“

Im Übrigen weist sie darauf hin, dass die 800 Quadratmeter kein Ausschlusskriterium für XXXL und eine Ansiedlung in Göttingen sei – wie von der Verwaltung mehrfach öffentlich betont wurde. Denn der Möbelhändler habe durchaus in Städten gebaut, wo es eine ähnliche Beschränkung für das Angebot von innenstadtrelevanten gibt. So in Villingen-Schwenningen. Dort übrigens ist die ehemalige Pro-City-Geschäftsführerin Beate Behrens im in der Wirtschafts- und Tourismus GmbH tätig. (tko)

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