Baumesse in der Lokhalle: Kaminöfen sind ein Renner

Ofen mit Smartphone-Bedienung: Guido Montag (rechts) ließ sich bei der Baumesse von Ronald Stude einen modernen Pellet-Ofen erklären. Foto: Niesen

Göttingen. „Die erste Baumesse seit drei Jahren in Göttingen passt in den Trend“, lobte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) die Initiative der in Münster ansässigen Messeveranstalter BaumesseE bei der Eröffnung.

Erstmals hat das Familienunternehmen nach den Worten von Geschäftsführer Udo Erlei in der Lokhalle eine Ausstellung rund ums Bauen, Wohnen, Renovieren und Energiesparen organisiert.

Die Firma hat rund 110 Aussteller in der Lokhalle versammelt. „Davon kommen rund 80 Prozent aus der Region“, sagte Marketingleiter Tim Erlei. Darauf würde sein Unternehmen Wert legen, damit für Kunden und Aussteller die Nähe gewährleistet sei. „Unser Einzugsgebiet liegt rund 30 Kilometer um Göttingen.“

Der Oberbürgermeister kündigte bei seinem Rundgang über die Messe an, dass Göttingen weitere Bauflächen ausweisen werde. Dafür müsste aber der Flächennutzungsplan überarbeitet werden. Damit sei im vergangenen Jahr begonnen worden. Er rechne mit einem Zeitbedarf von etwa zwei Jahren. Sorgen bereitet Köhler die Zuwanderung in die Städte. „Wir brauchen den öffentlichen Bau mit bezahlbaren Wohnungen“, betonte er mit Blick auf die Knappheit.

Ein großer Trend der Baumesse ist der Run auf Kamine und Kaminöfen. Zu den Interessenten gehörte Guido Montag aus Adelebsen. Er ließ sich von Aussteller Ronald Stude aus Meinhard bei Eschwege die Vor- und Nachteile von Kaminöfen erklären, die mit Pellets oder Holzscheiten betrieben werden.

Studes Antwort: „Holz erzeugt ein romantisches Feuer, Pellets lebhafte Flammen.“ Von der Wärmeausbeute her sind beide Feuerungstechniken ähnlich. Es gäbe jedoch einen ganz entscheidenden Unterschied: Bei der Holzfeuerung werde vom Anzünden mit dem Streichholz bis zum Asche beseitigen alles mit der Hand gemacht.

Der Pelletofen dagegen könne mit dem Smartphone an- und ausgeschaltet werden. Eine Füllung mit 30 Kilogramm reiche bis zu zwei Tagen, der Aschekasten müsse nur einmal in der Woche geleert werden. Guido Montag: „So stelle ich mir das vor.“

Öffnungszeiten

Geöffnet ist die Messe am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro. (zhp)

Ziel: Messe soll jedes Jahr in der Göttinger Lokhalle Station machen

Die Münsteraner Firma BaumesseE GmbH begann mit der Organisation von Baumessen in Rheda-Wiedenbrück, für die sie bis heute verantwortlich ist.

Baumesse mit 110 Ausstellern in der Göttinger Lokhalle

„Bei der letzten Messe dort kamen über 33 000 Besucher“, sagte Marketingsleiter Tim Erlei. Aus einer Messe sind inzwischen acht geworden, mit Göttingen als jüngstem Standort. Mit fünf Messen ist das Rhein-Main-Gebiet ein Schwerpunkt der Messetätigkeit. „Dort sind wir Marktführer.“ Mit dem Schritt nach Göttingen expandiert das Unternehmen nach Norden. Ziel ist, die Messe in der Lokhalle jährlich zu veranstalten. Die Zinsen sind niedrig, das Interesse groß. (zhp)

www.baumesse.de

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