Bekennerschreiben im Internet

Wieder zwei Spreng- und Brandsätze in Göttingen gefunden

Weiterer Tatort: In der Nähe des Verwaltungsgerichts Göttingen fanden Beamte einen weiteren Spreng- und Brandsatz. Foto: Archiv

Göttingen. Nach dem Fund eines Brand- und Sprengsatzes auf dem Gelände der Göttinger Bundespolizei haben Beamte am vergangenen Wochenende zwei weitere selbstgebaute Bomben dieser Art in der Uni-Stadt gefunden.

Sie lagen in der Nähe des Verwaltungsgerichts an der Berliner Straße und am Zollamt am Hagenweg. Die Polizei wurde auf die weiteren „Unkonventionellen Spreng- und

Hier geht es zum Bekennerschreiben

Brandvorrichtungen“ (USBV), die glücklicherweise nicht explodierten, durch ein Bekennerschreiben im Internet aufmerksam.

Dort sprach die Gruppe „Flora und Fauna“ von den beiden weiteren Taten. Die beiden Spreng- und Brandsätze, die mit dem über Weihnachten gefundenen Brandsatz baugleich sind, wurden Samstagnacht im Eingangsbereich des

Lesen Sie auch:

- Sprengsatz lag auf Polizeigelände: Politischer Hintergrund möglich

Zollamtes sowie in einer Grünanlage in der Nähe des Verwaltungsgerichts an der Berliner Straße entdeckt.

Die Polizei nimmt an, dass ein unbeteiligter Passant die Plastiktüte mit dem gefährlichen Inhalt in dem Abfalleimer in der Nähe des Gerichts entsorgt hat. Dieser Zeuge sollte sich unbedingt bei der Polizei melden.

Die beiden jetzt gefundenen Spreng- und Brandsätze wurden wie im ersten Fall offenbar entzündet. Warum sie aber nicht explodierten, ist derzeit noch nicht geklärt. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass alle drei Sprengsätze funktionsfähig waren. Aus Sicht der Beamten ist es reines Glück, dass niemand verletzt wurde.

Experten des Landeskriminalamtes in Hannover werden die selbst gebauten Bomben nun genauer unter die Lupe nehmen und kriminaltechnisch untersuchen. Aufgrund der bislang bekannten Umstände besteht laut Polizei ein Anfangsverdacht, dass es sich um eine politisch linksmotivierte Tat handelt. Dafür spricht nach Darstellung der Beamten auch die spezielle Bauart der Spreng- und Brandsätze sowie der Inhalt des Bekennerschreibens.

 Die Polizei geht davon aus, dass alle drei Sprengsätze zwischen den Mittagsstunden des 21. Dezember (Samstag vor Weihnachten) und den frühen Morgenstunden des 22. Dezember abgelegt wurden und zur Detonation gebracht werden sollten.

Die Polizei hat deshalb ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des „versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion“ eingeleitet. Zeugen, die auf dem Gelände der Bundespolizei sowie im Bereich des Zollamtes am Hagenweg und am Verwaltungsgericht Verdächtiges beobachtet haben, sollten sich bei der Göttinger Polizei unter der Rufnummer 0551/491-1013 melden. (bsc)

Bilder von den Fundorten der Sprengsätze

Zwei Spreng- und Brandsätze gefunden - Bilder von den Fundorten

Wieder zwei Spreng- und Brandsätze gefunden © Schlegel/Mennecke
Wieder zwei Spreng- und Brandsätze gefunden © Schlegel/Mennecke
Wieder zwei Spreng- und Brandsätze gefunden © Schlegel/Mennecke
Wieder zwei Spreng- und Brandsätze gefunden © Schlegel/Mennecke
Wieder zwei Spreng- und Brandsätze gefunden © Schlegel/Mennecke
Wieder zwei Spreng- und Brandsätze gefunden © Schlegel/Mennecke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.