Gut behelmt am Gänseliesel

Radrennfahrer werben für Gebrauch von Fahrradhelmen

Gut behelmt: Das Chariteam München auf seinem Weg nach Hamburg beim Stopp am Göttinger Gänseliesel. Foto: Papenheim

Göttingen. Mit einer 810 Kilometer langen Radtour in acht Etappen von München nach Hamburg wirbt das Chariteam München für den Gebrauch von Fahrradhelmen. Am Donnerstag machte die Gruppe Stopp am Göttinger Gänseliesel, um Spenden für die Hannelore-Kohl-Stiftung zugunsten hirnverletzter Menschen einzuwerben.

Dass der Nürnberger Tobias Bär dabei sein kann, verdankt er seinem Fahrradhelm. Vor einem Jahr stürzte der 31-Jährige bei einer Abfahrt, weil er für einen Moment unkonzentriert war. Mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma kam er auf die Intensivstation. Ohne Helm, ist Bär sicher, hätte er nicht überlebt. So aber behielt er trotz einer Hirnblutung nicht einmal Folgeschäden zurück.

Selbst, wenn er nicht tödlich ausgeht, kann ein Unfall ohne Helm üble Folgen haben, ergänzt Andreas Reif (43) aus München: Dauerhafte Behinderungen bis hin zu Lähmungen, die zur Erwerbsunfähigkeit führen können. Ihm ist aufgefallen, dass oft nur Kinder einen Fahrradhelm tragen, Eltern aber ohne aufs Rad steigen: „Verantwortungsvolle Eltern denken daran, dass sie nach einem Unfall ohne Helm als Versorger ihrer Kinder ausfallen könnten.“

Auf dem Weg nach Hamburg, wo es bei den Vattenfall Cyclassics auftritt, hofft das Chariteam München mit seinem Gründer und Teamchef Martin Stolzenberg (45) an der Spitze, noch möglichst viele Spender auf die Internetseite www.hannelore-kohl-stiftung.de zu locken. Für ihr Anliegen werben die Radamateure sowohl mit ihren Trikots, als auch durch ihr persönliches Auftreten und mit Medienberichten.

Von der Schönheit der Etappenstädte bekommen die 18 Männer und acht Frauen des Chariteams nur wenig mit. Nach der längsten und schwierigsten Etappe über 135 Kilometer von Fulda nach Göttingen waren die Radler am Mittwochabend total erschöpft. Nach Dusche und Abendessen wollten sie nur noch schlafen. Auch vor der Weiterfahrt nach Hannover blieb keine Zeit für einen Stadtbummel. Die meisten kennen Göttingen aber auch schon: Als Teilnehmer an der Tour d’Energie. (p)

www.chariteam-muenchen.de

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