500 beim Sommerfest in der Sternwarte: Medien trifft Wirtschaft

Sommerfest der Südniedersächsischen Wirtschaft: Birgitt Witter-Wirsam begrüßte in Vertretung von Joachim Tonollo die vielen Gäste im malerischen Ambiente des Gartens der Historischen Sternwarte und Restaurants Planea. Foto: Jelinek

Medien-Promis. Drei Journalisten als Festredner – das hatte es beim Empfang der Südniedersächsischen Wirtschaft noch nicht gegeben: Die Chefredakteure Horst Seidenfaden (HNA) und Uwe Graells (GT) sowie Sybille Bertram (Leiterin Regionalstudio Radio FFN) traten auf der Terrasse der Historischen Sternwarte vor die 500 Gäste.

Medien-Match. Seidenfaden und Graells hätten als Vertreter von Konkurrenz-Verlagen im Tennis normalerweise gegeneinander gespielt. Bei der Rede bildeten die Sportsfreunde (Ex-Volleyballer und Ex-Wasserballer) überraschenderweise ein verbales Doppel. Und das hätte auch noch erweitert werden können, denn Sybille Bertram musste solo ihren Sender FFN und die Arbeit in der „spannenden Region Südniedersachsen“ vorstellen.

Medien und Bier. Mit den Medienvertretern ins Gespräch kommen, auch bei einem kühlen Bier, so hatte es sich Birgitt Witter-Wirsam, die für den erkrankten Joachim Tonollo die Begrüßung sprach, gewünscht. Zunächst kamen also Seidenfaden und Graells ins Gespräch, lamentierten darüber, ob solche Veranstaltungen nicht virtuell ablaufen und medial sogar hunderttausendfach verbreitet werden könnten. Zu Hause auf dem Sofa wäre man quasi mittendrin. Der 3-D-Drucker würde für das Essen sorgen, frisch zubereitet. Nur das gemeinsame Bier, das könne man eben doch nur live zusammen trinken. Das taten sie. Aber: Graells und Seidenfaden wichen auf Wasser aus – vor der allerdings echten Traumkulisse der Historischen Sternwarte, in der schon Gauß forschte. Apropos Sternwarte.

Sie bildete mehr als den Rahmen für den zweiten großen Empfang innerhalb von drei Tagen: Dienstag kamen 300 zum Pro-City-Sommerfest, Donnerstag 500 zum Südniedersachsen-Wirtschaftsgipfel, bei dem das Wetter noch besser war. Folge: Viele Herren verzichteten fix auf die Anzugjacke. Die Frauen – leider wieder einmal klar in der Unterzahl – hatten es da ohnehin besser – leichtes Kleid ist luftiger. Kleid trug auch die Hausherrin: Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel strahlte über so viele Gäste innerhalb von drei Tagen in und vor der von ihr so geliebten Duo Sternwarte und Restaurant Planea.

Bewirtung. Gelassen und zufrieden betrachtete Olaf Feuerstein das Treiben. Dem Geschäftsführer des Hotels Freizeit In und Planea gefiel ebenfalls, innerhalb von drei Tagen zwei Mal für die Küche und den Service werben zu können. Übrigens: Es gab Gegrilltes – natürlich mit Fleisch aus der Region – und dazu Gemüse, Kartoffeln und Salate.

Limonade. Beim Bekochen kam diesmal nicht das Cateringhaus Göttingen aus Gleichen zum Zuge. Aber Frank Schaumberg war trotzdem gut drauf. Er erzählte begeistert von seinen liebsten Ex-Koch-Azubis. Einer machte Karriere, ist nun als Privatkoch unterwegs. Zweites Standbein des Ex-Göttingers ist die Limonade. Als „Limonaut“ baute Paulinus auf St. Pauli ein Business in Hamburg auf, und will die Republik mit Limo überschwemmen. Vielleicht schenkt der Limonaut ja mal Limo beim nächsten Empfang aus – sicher sehr zur Freude seines Ex-Ausbilders Schaumberg.

Fußball. Immer ein Thema, auch beim Wirtschaftsempfang. 96-Fan Ulf Hasse (VGH Versicherungen) hofft auf eine starke Saison der Roten. SC-05-Vorstand Thorsten Richter (Richter & Barner) warb für die Kicker-Zukunft in Göttingen und die aufstrebende 05-Jugendabteilung.

Erfolg. Auch immer ein Thema beim Treffen der Wirtschaft. Selbstironisch zeigte sich Detlev Seidel, Geschäftsführer der voll auf Kurs laufenden Osteröder Piller Group: „Wir versuchen seit elf Jahren, den Erfolg zu vermeiden, es gelingt uns aber nichtso richtig“, scherzte Seidel, um nachzuschieben: „Ist aber auch nicht schlimm.“ Stimmt: Die Mitarbeiterzahl des Experten für unterbrechungsfreie Stromversorgung steigt kontinuierlich, der Umsatz auch.

Luftig. Der auf Luftaufnahmen spezialisierte Göttinger Fotograf Michael Mehle ließ einen Octokopter aufsteigen, um mit der fliegenden Kamera Panoramafotos zu schießen. Er vermied dabei aber tunlichst den Flug über die stattliche Menschenmenge.

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