Beisiegel wünscht sich Uni-Museum bis 2015

Tag der offenen Sammlung 2013: Uni-Präsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel und Zentrale Kustodie Leiterin Dr. Marie Luisa Allemeyer.

Göttingen. Die Universität Göttingen hat eine neue Einrichtung: Uni-Präsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel hat am Sonntagmittag zunächst die Veranstaltung „Tag der offenen Sammlung“ und gleichzeitig die Zentrale Kustodie, die schon seit Juni unter Leitung von Dr. Marie Luisa Allemeyer arbeitet, feierlich mit einem Glas Sekt eröffnet.

In der kurzen Rede wurde deutlich, dass für Beisiegel diese neue Einrichtung, die die Arbeit der 30 Einzelsammlungen noch enger zusammenbringen soll, eine Herzensangelegenheit ist. Sie möchte ein akademisches Museum einrichten, dass Georg-Christoph Lichtenberg schon 1779 ins Gespräch gebracht hatte.

„Wir haben das Museum noch nicht, aber wir haben Pläne“, sagte Beisiegel. Im Gebäude des Zoologischen Instituts, das einst als Museum gebaut worden war, soll in dem Projekt „Haus des Wissens“ ein Museum eingerichtet werden, das als Schaufenster der Wissenschaft in wechselnden Ausstellungen der Öffentlichkeit die Forschung in Göttingen einst und heute näherbringt.

Mit im Boot sitzen sollen dabei nach den Worten der Uni-Präsidentin auf jeden Fall auch die Studierenden. „Sie sollen mitarbeiten und die Chance bekommen, zu lernen, wie man Ausstellungen macht.“

Die Präsidentin betonte auch, dass das Geld für das Projekt noch nicht da ist. Sie sei nun das erste Mal in der Situation, Geld für ein konkretes Projekt auftreiben zu müssen. „Ich hoffe auf ihre Hilfe“, sagte sie am Sonntag. „Dann sehen wir uns 2015 zur Einweihung des Haus des Wissens wieder.“ Der Tag der Offenen Sammlung sei ein erster Schritt auf dem Weg, die Schätze der Wissenschaft vielen Menschen zu zeigen, das Haus des Wissens das Ziel. Auch international wünscht sich Beisiegel eine Vernetzung und arbeitet daran: Im schwedischen Uppsala entdeckte sie während eines Besuches der befreundeten Universität am Freitag Exponate, die zu solchen in Göttingen passen würden. „Das alles können wir zusammenbringen, visuell über Online-Projekte.“

Von Thomas Kopietz

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