Land gibt 17 Millionen Euro für Göttinger Hochschulgebäude

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Das Ethnologische Institut der Universität Göttingen wird für 1,1 Millionen Euro saniert.

Göttingen/Hannover. Es gibt Geld für Werkstätten, Hörsäle, Mensen und auch für einen ehemaligen Ballettsaal: Niedersachsen stellt zusätzlich 114,6 Millionen Euro bereit, um den Sanierungsstau an Universitäten und Hochschulen abbauen zu helfen.

Die Göttinger Universität erhält aus dem Förderprogramm HP-INVEST des Landes elf Millionen Euro, die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Göttingen bekommt sechs Millionen Euro.

Die Universität hatte eine Liste mit 19 größeren und kleineren Projekten im Projektantrag vermerkt. Es geht dabei vornehmlich um Sanierung und Modernisierung alter Gebäude und Hörsäle, wie Uni-Pressesprecher Romas Bielke auf HNA-Anfrage sagte.

Schwerpunkte sind auch Sanierungsarbeiten im Hörsaal des Biologischen Institutes und des Mathematischen Institutes. Für 1,1 Millionen Euro soll das Ethnologische Institut am Theaterplatz inklusiv Fassade grundsaniert werden. Größere Arbeiten stehen auch an den Gebäuden der ehemaligen Pädagogischen Hochschule am Waldweg und dem Sportinstitut an. Das Geld wird auch für barrierefreie Zugänge verwendet. So im Hörsaal in der Von-Siebold-Straße, der für 900.000 Euro modernisiert wird.

Die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) Göttingen baut auf den Zietenterrassen einen Hörsaal für das Ressourcenmanagement. Fünf Millionen Euro sollen laut Ministerium in den geplanten Gesundheitscampus, an dem auch die Universitätsmedizin Göttingen beteiligt sein wird, fließen.

Aktualisiert um 17.50 Uhr.

„Alle Maßnahmen kommen unmittelbar den Studierenden zugute“, sagte Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne). „Attraktive Studienbedingungen sind nicht nur lernförderlich, sondern auch wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Hochschulen.“ Das zusätzliche Geld, das Bund und Niedersachsen je zur Hälfte aufbringen, stammen aus dem Hochschulpakt zwischen Bund und Ländern. Sie wurden frei, weil Niedersachsen weitaus mehr Studienanfänger zu verzeichnen hat, als ursprünglich prognostiziert. Die Gesamtzahl der Studenten lag im Wintersemester 2014/15 bei über 197.000 – 8,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Damit lag Niedersachsen mit Abstand an der Spitze aller Länder, gefolgt von Hessen mit einem Plus von 4,5 Prozent.

Bis zu drei Milliarden Euro beträgt nach Angaben des Vorsitzenden der Landeshochschulkonferenz, Prof. Wolfgang-Uwe Friedrich der Sanierungsstau an den niedersächsischen Unis. Das Programm HP-INVEST sei da zwar als wichtiger Schritt zu begrüßen, reiche aber bei weitem nicht aus.

Die Uni-Kliniken Göttingen und Hannover finden sich in der Liste nicht wieder. Für die Projekte dort hatte das Wissenschaftsministerium vor Monaten 160 Millionen Euro locker gemacht. (tko/ymp)

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