Sie kamen bis zur Lüneburger Heide

Kinder-Trio geht auf große Tour: Geschwister wollten von Bremen nach Berlin

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Lüneburg. Ein ungewöhnliches Trio hat die Bundespolizei am Donnerstag gegen 20.40 Uhr am Bahnhof Lüneburg in Gewahrsam genommen. Zwei Mädchen (fünf und sieben Jahre alt) waren allein mit ihrem neunjährigen „großen Bruder“ per Bahn von Bremen bis in die Lüneburger Heide gefahren.

Angeblich wollten sie nach Berlin, sagten die Kinder gegenüber den Beamten. Warum sie auf große Tour gingen, blieb jedoch unklar. Das verrieten sie selbst ihren Eltern nicht. Wahrscheinlich waren sie einfach nur abenteuerlustig.

Am Donnerstag waren die Kinder von der Wohnung ihrer Eltern zum Bremer Hauptbahnhof aufgebrochen. Unterwegs fanden sie einen Euro und kauften sich einen Burger. Marschverpflegung, geschwisterlich geteilt für drei.

Wie es den jungen Schwarzfahrern gelang, unerkannt mit einem Zug Hannover zu erreichen, ist bislang unklar. Im ICE 974 nach Lüneburg fielen sie jedenfalls einer Zugbegleiterin auf. Die Fünfjährige gab an, zehn Jahre alt zu sein. Bundespolizisten nahmen die Kinder in Empfang. Sie waren noch immer in Reiselaune. Die Zugbegleiterin hatte jedem Kind bereits eine DB-Spielzeugtüte spendiert.

Mittlerweile war es 20.40 Uhr, als die Kleinen ihre Namen und ihren Wohnort in Bremen verrieten. „Polizeikekse“ und Getränke fanden sie besonders lecker. Erleichtert erfuhren die Eltern, dass ihren Sprösslingen nichts passiert war. Sie hatten bereits stundenlang gesucht und die Polizei informiert. Kurz vor Mitternacht stieg das müde Trio in Lüneburg in den Wagen des Familienvaters. (bsc)

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