Besondere Vorleser und Literaturherbst-Texte in der Stadtbibliothek

Prima Erzähler und Vorleser: Der Göttinger Klaus Feller bei der Literaturherbst-Veranstaltung in der Stadtbibliothek. Foto: Kopietz

Göttingen. Der Literaturherbst wird 25 und bekommt von Institutionen, Firmen und öffentlichen Einrichtungen Geschenke in Form von Veranstaltungen: Die Stadtbibliothek schenke Vorlesungen ihrer Vorleser – und deren Lieblingstexte aus eben jenen 25 Jahren Literaturherbst.

Die etwa 40 Stühle reichten nicht aus: Der Andrang im Ausleihraum der Stadtbibliothek reichte am frühen Donnerstagabend nicht aus, so viele Interessierte wollten die Texte hören. Kurzerhand wurden weitere Stühle herangeschafft.

Moderator Stefan Lohr bezeichnete diesen Abend in der Stadtbibliothek als eine besonders wichtige Veranstaltung im Rahmen des Literaturherbstes, weil es ein Abend von den Lesern für die Leser sei.

Sieben Texte aus einem Vierteljahrhundert Literaturherbst mit vielen hundert Autoren und deren Werken hatten die Literaturfreunde und Vorleser ausgesucht, Texte, zu denen sie einen besonderen Bezug haben und der ihnen etwas bedeutet.

Humorvoll startet Klaus Biella mit Auszügen aus „Die Radiotrinkerin“ von Max Goldt, der als gebürtiger Weender – und nicht nur deshalb – Stammgast beim Literaturherbst ist und mit jenem Buch zum Start der Reihe 1992 dabei war.

Christa Ahrendt hatte sich „Das Buch des Vaters“ von Urs Widmer vorgenommen. Ein Autor, der es ihrer Ansicht nach versteht, auch traurigere, schwierige Themen mit einer Portion Humor und detailliert darzustellen.

Wunderbar in der Intonation und Verständlichkeit war Klaus Feller, der nicht mit kräftiger Stimme deutlich las, sondern auch Erklärungen an passender Stelle parat hatte. Feller hatte aus dem Literaturherbstjahr 2005 die Autorin Nicole Krauss herausgepickt und las Zeilen aus dem – natürlich auch traurigen Buch – „Die Geschichte der Liebe“.

Außerdem im Geschenkpaket der Stadtbibliothek dabei waren: Inge Hummitzsch (Julia Franck „Mittagsfrau“), Charlotte Lammers („Peter Sloterdijk „Philosophische Temperament“), Martina Arnold (Alexander Gatalica „Ein Jahrhundert“) und Monica Meyer-Lohmann (Doris Dörrie „Für immer und ewig“).

Fazit: Eine schöne Hommage an Autoren und den Literaturherbst. Danke Stadtbibliothek. (tko)

Von Thomas Kopietz

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