Besucherandrang und großes Interesse beim Berufs-Info-Tag GöBit

Viel Rauch beim GöBit – dem Göttinger Ausbildungs- und Berufsinformationstag: Martine Scheede (links) und Verena Leicht von der Berufsfachschule Naturwissenschaften der BBS II demonstrierten an ihrem Stand faszinierende Versuche aus dem Bereich der Chemie. Foto: Schröter

Göttingen: Als Besuchermagnet erwies sich am Samstag der Göttinger Berufsinformationstag (GöBit), der bereits zum 15. Mal von den Berufsbildenden Schulen II ausgerichtet wurde.

Mehrere tausend Schüler kamen allein, in Gruppen oder mit ihren Eltern, um Einblicke in die vielfältige und bunte Welt der Ausbildungsberufe und Studienangebote zu bekommen und Kontakte zu knüpfen.

300 Berufe/ Studiengänge

139 Aussteller informierten an nahezu ebenso vielen Ständen über mehr als 300 Ausbildungsberufe und Studiengänge aus Bereichen wie „Bauwesen und Architektur“, „Tourismus, Freizeit, Hotel, Gastronomie und Ernährung“, „Körperpflege“, Medizin, Psychologie, Pflege“ oder „Technik und Technologiefelder“.

Viele Jugendliche nutzten die Möglichkeit, sich durch praktische Angebote an Handwerksberufe heranzutasten. Andere ließen sich in Workshops von Experten wichtige Tipps zum Thema Bewerbung und Vorstellungsgespräch geben. Oder sie informierten sich in Vorträgen über Perspektiven für Frauen in Technik und Naturwissenschaften, über Freiwilligendienste, Duales Studium oder Studienfinanzierung.

Meinungen der Besucher

„Das ist eine richtig gute Veranstaltung“, lobte Jaron Fisser. Der 14-jährige Realschüler aus Göttingen würde nach der Schule gerne eine Lehre als Bauzeichner oder Mechatroniker machen. „Darüber habe ich hier ganz viele Informationen bekommen.“

Nicht ganz so zufrieden zeigte sich Jarons Mitschülerin Dalien Pietzuch. „Ich interessiere mich sehr für den Bereich Astronomie, aber da war leider nichts dabei“, sagte die 14-Jährige. Dennoch sei der Besuch der GöBit für sie nicht umsonst gewesen. „Ich habe Gespräche über Berufe aus anderen Bereichen geführt und viele Broschüren bekommen, die ich mir jetzt noch durchlesen werden“, sagte Dalien. „Und ich finde es toll, dass es überhaupt eine solche Veranstaltung für Schüler gibt, die noch nicht genau wissen, was sie einmal werden wollen.“

Ausbilder

Dieser Meinung ist auch Wolfgang Reinelt, Ausbildungsleiter bei der Firma Bosch. „Das ist eine wichtige Veranstaltung, die genau hierher in die Berufsbildenden Schulen gehört“, sagte Reinelt, der mit dem Bosch-Infostand zu den Stammgästen der GöBit zählt.

Weil das Publikum hier sehr interessiert sei, würden auch sehr intensive Gespräche geführt. „Und ich erlebe es immer wieder, das Schüler, die sich hier über unser Unternehmen informieren, später bei uns ein Praktikum machen“, so Reinelt.

Dass er bislang erst ganz wenige als Auszubildende in seinem Betrieb wieder gesehen habe, könne er sich auch nicht so recht erklären.

Bundeswehr IM Gegenwind

Während die meisten Aussteller also sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung sein durften, erfuhr die Bundeswehr bei ihrer Eigenwerbung wieder einigen Gegenwind.

Nachdem die Linke sowohl im Stadtrat als auch im Kreistag mit einem Antrag gescheitert war, den Bundeswehrstand von der Ausbildungsmesse zu verbannen, demonstrierten Mitglieder der „antimilitaristischen Perspektive Göttingen“ auf dem BBS-Gelände mit Handzetteln und Plakaten gegen Werbung der Bundeswehr in der Öffentlichkeit und an Schulen. (per)

Von Per Schröter

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